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Bad Dübens Bürgermeisterin testet den neuen Bootsanleger an der Mulde

Schlauchboot-Trip Bad Dübens Bürgermeisterin testet den neuen Bootsanleger an der Mulde

Der Bad Dübener Bootsanleger, der im Winter fertiggestellt wurde, hat den Praxistest bestanden. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) konnte sicher und trockenen Fußes von Bord des Schlauchbootes gehen. Dennoch gab es neben Lob auch Kritik.

Der Praxistest des Bootsanlegers findet bei den Bad Dübenern viel Beachtung.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Die Bad Dübener Feuerwehrleute Franz Engelhardt, Daniel Tenner und Dietrich Sujew brachten ihre Steuerfrau, Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), am Dienstagabend wohlbehalten ans Muldeufer. Um ihr beim Praxistest für den im Winter fertiggestellten Bootsanleger einen Ausstieg trockenen Fußes zu ermöglichen, wurde das Schlauchboot extra nicht mit der Seite, sondern mit der Spitze angelandet. Denn die Mulde hatte an diesem Abend die erste und einzige breite Stufe gerade mal zehn Zentimeter überspült. Zu wenig, um mit einem Boot draufzufahren, zu viel, um trockenen Fußes draufzutreten.

Nach dem Aussteig folgen noch vier Höhenmeter

„Der Ausstieg ist für Kanufahrer gut“, zollte Eckhard Lachmann Lob. Der Görschlitzer Senior, der bereits seit 1950 Kanusport betreibt und noch heute mit seinen Vereinsfreunden von der SG Kanu Lok Wurzen auf den Flüssen unterwegs ist, fragte sich aber auch, „wie man das Kanu dann hoch bekommen soll“. Immerhin seien nach dem Ausstieg vier steile Höhenmeter zu überwinden.

Diese Kritik konnte auch Astrid Münster nach ihrer Testfahrt nachvollziehen. „Doch aus naturschutzrechtlichen Gründen“, so erklärte sie, „mussten wir an der steilsten Stelle bauen.“ Naturschutzrechtliche Belange sind übrigens auch der Grund, dass in dem Schutzgebiet in Sichtweite der Muldebrücke der ebenfalls wünschenswerte Fahrweg bis zum Bootsanleger fehlt. Doch zumindest für das Hochholen der Boote könnte es noch eine Lösung geben. Gemeinsam mit dem ebenfalls anwesenden Planer Christian Weisheit vom Ingenieurbüro Wolff, der selbst auch mal ins Kanu steigt, wurde die Idee für eine nachträglich montierbare Gleitschiene noch vor Ort diskutiert.

Von Ilka Fischer

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