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Bad Dübens Bürgermeisterin will den Nahverkehr verbessern

S-Bahn oder Schnellbus Bad Dübens Bürgermeisterin will den Nahverkehr verbessern

Bad Düben steht in Sachen Nahverkehr auf dem Abstellgleis. Die Kurstadt will das ändern. Ob sie für einen S-Bahn-Anschluss nach Eilenburg kämpft oder sich doch lieber für den direkten Schnellbus nach Leipzig stark macht, ist derzeit aber noch völlig offen.

Der Bahnhof in Bad Düben ist seit Jahren verwaist.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Wie Bad Düben künftig besser ans Nahverkehrsnetz angebunden werden kann, darüber verhandelt die Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) jetzt mit dem Mandat des Stadtrates. Bei einer Enthaltung gaben ihr die Räte auf ihrer Sitzung am Donnerstag den entsprechenden Auftrag. Neben dem Landkreis wird dabei vor allem der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) ihr Ansprechpartner sein.

Ziel sei es, auch aufgrund belastbarer Zahlen, für die Zukunft die Weichen zu stellen. Bad Düben müsse wissen, wofür es sich einsetzen will, so Astrid Münster. Sie verhehlte nicht, dass es selbst im Ältestenrat dazu unterschiedliche Meinungen gibt, was die Kurstadt anstreben sollte. Drei Varianten sind prinzipiell denkbar. Neben einem Schienen-Bus nach Eilenburg könnte Bad Düben den Fokus auch auf eine bessere Busvariante nach Eilenburg oder auch auf einen Schnellbus nach Leipzig setzen.

Kleine Vorliebe für die Bahn

Am Donnerstag war im Stadtrat zumindest eine kleine Vorliebe für die Bahn rauszuhören. Mit Gisbert Helbing (CDU) fehlte allerdings auch ein Befürworter der Schnellbuslinie nach Leipzig.

Michael Seidel (Bündnis SPD und Bürgerkreis) hob hervor, dass nach Aussage des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes die Fahrzeit mit der Bahn nach Leipzig über Eilenburg auf jeden Fall auch unter eine Stunde betragen würde. Gegenüber dem Bus, der derzeit übrigens fahrplanmäßig vom Paradeplatz bis zum Leipziger Hauptbahnhof 51 Minuten braucht, „wäre die Barrierefreiheit ein großer Vorteil. Außerdem“, so betonte der Tourismus-Fachmann, „sollten wir Sachsen-Anhalt im Blick behalten.“ Über Wittenberg seien die Bad Dübener dann auch ganz schnell in Berlin und die Berliner natürlich auch in der Heide. Nicht erwähnt wurde dagegen der Vorteil, dass dann auch die Bad Dübener nicht mehr nur zum Hauptbahnhof, sondern beispielsweise bis zum Markt durchfahren können.

Zuschuss auch für Bad Düben einfordern

Während Mike Kühne (CDU) mahnte, eine Kostenbremse schon für den Aufwand bei den Untersuchungen zu ziehen, fand Andreas Flad für die Fraktion Die Linke, „dass wir mutig sein sollen“. Unmittelbar zuvor hatte Astrid Münster das Argument in die Waagschale geworfen, dass der MDV alle Strecken bezuschusst. „Den Zuschuss sollten wir auch für unsere Bürger einfordern.“ Was den im äußersten Südosten Bad Dübens befindlichen Bahnhof betrifft, brachte sie zudem eine interessante Überlegung ins Spiel. „Ich könnte mir gut vorstellen“, so sagte sie, „den Haltepunkt auf die Höhe des Rewe-Einkaufsmarktes zu verlegen.“ Damit würde der Zustieg rund 400 Meter nordwärts ans Stadtzentrum rücken.

Bad Düben und der Nahverkehr

Welche Variante würden Sie bevorzugen

Der Nachbarkreis macht es vor

Ganz aussichtslos ist die Wiederbelebung der Bahn bis Eilenburg aus ihrer Sicht jedenfalls nicht. „Unser Nachbarkreis macht es uns gerade mit der Wiederaufnahme der Stecke zwischen Wittenberg und Bad Schmiedeberg im Sommerhalbjahr vor.“ Die dortige Entwicklung der Fahrgastzahlen müsste genau beobachtet werden. Ein wichtiger Trumpf könnte aber auch sein, dass die Strecke Eilenburg –Bad Düben Bestandteil der Ausweichstrecke Leipzig –Berlin ist. Sie muss, auch wenn keine Elektrifizierung in Sicht ist, damit ohnehin gewartet werden.

Von Ilka Fischer

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