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Bad Düben Bad Dübens Burgberg wird mit Zement-Injektionen gesichert
Region Bad Düben Bad Dübens Burgberg wird mit Zement-Injektionen gesichert
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06:00 10.06.2017
Die Ergebnisse der am 18. Mai erfolgten Probeinjektion liegt nun vor. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Großes Aufatmen im Bad Dübener Rathaus. Das Amtshaus (Museum) kann aller Voraussicht nach mit Zement-Injektionen auf sichere Füße gestellt werden. Eine entsprechende Probe-Injektion im Niederdruckverfahren fand am 18. Mai statt. Inzwischen liegen die dabei gewonnenen Ergebnisse vor. Sie sind erfreulich, Bad Dübens Bau und Bürgeramtsleiter Thomas Brandt bleibt dennoch vorsichtig: „Es wurden relativ gute Werte erzielt, so dass es tendenziell sehr gut aussieht, dass wir das Amtshaus auf diese Weise tatsächlich stabilisiert bekommen.“ Wie berichtet, hatten die Bohrsondierungen im Februar Fragen offen gelassen, ob das aufgrund einer Hochwasser-Spätfolge auf wackligen Füßen stehende Amtshaus tatsächlich mit diesem Injektions-Verfahren stabilisiert werden kann. Im Rathaus war deshalb im Frühjahr die Entscheidung für eine Probeinjektion gefallen.

Grünes Licht für die eigentlichen Arbeiten

Mit den guten Ergebnissen im Rücken geht Thomas Brandt jetzt davon aus, dass die eigentlichen Stabilisierungsarbeiten für das Amtshaus im Spätherbst beginnen. Noch offen ist derzeit die Entscheidung, ob das Verfahren auch räumlich über das Amtshaus hinaus angewendet wird.

Erst nach Abschluss der Arbeiten im Baugrund, und damit wohl im Frühjahr nächsten Jahres, geht es im Inneren des Museums-Gebäudes weiter. Die Geschossdecken werden geöffnet, die einzelnen Decken zusätzlich mittels Stahlstäben mit den Außenwänden verspannt. Der Fachmann spricht hier von einem Zuganker. Da von den Arbeiten an den Außenwänden und den Geschossdecken zwangsläufig auch einige Innenwände betroffen sind, müssen anschließend umfangreiche Maler- und Putzarbeiten folgen, der Fußboden wieder eingebaut werden. Insgesamt stehen der Stadt dafür 720 000 Euro aus Hochwassermitteln zur Verfügung. weitere 100 000 Euro hat sie für eine Gabionen-Stützwand am Fuße des Berges. Die mit Steinen befüllten Drahtgitterkörbe sollen künftig verhindern, dass die übertretende Mulde den Burgberg weiter ausspült.

Zeitlich parallel erarbeitet die Stadt derzeit an einer inhaltlichen Neugestaltung des Museums. In dieses soll übrigens auch ein Lift eingebaut werden, der über das Programm Attraktive Stadt- und Ortsteilzentren mit einer Zwei-Drittel-Förderung von Bund und Land gefördert wird.

Von Ilka Fischer

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