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Bad Düben Bad Dübens FDP hält am Thema Arteser fest – und scheitert bei Tourismus-Experten
Region Bad Düben Bad Dübens FDP hält am Thema Arteser fest – und scheitert bei Tourismus-Experten
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00:27 16.01.2016
Am Pfarrhäuser gibt es einen Artesischen Brunnen. Eine Tafel berichtet über die Geschichte der Brunnen in Bad Düben. Quelle: Nico Fliegner
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Bad Düben

Im Zuge der Diskussionen zum neuen Kurortentwicklungskonzept hat Bad Dübens FDP neue und sich von anderen Kommunen absetzende Ideen ins Spiel gebracht. Ein Beispiel dafür seien die Arteser-Brunnen, deren Wiederbelebung die liberale Ortsgruppe seit Jahren anstrebt. Den Vorstoß, diese im neuen Strategie-Papier fest zu verankern, muss deren Vorsitzender Raik Zenger aber als gescheitert ansehen.

Auf einen offenen Brief, den die FDP im Vorfeld der Sondersitzung Ende November an Stadträte und Stadt geschickt hatte, habe es zumindest keine Reaktion gegeben, so Zenger. Michaela Ziegenbalg von der Tourismus & Kurortberatung Dresden, die das Konzept federführend mit dem Landschaftsarchitekten Berthold Haß und dem Dübener Tourismusexperten Michael Seidel erarbeitet hat, bedauert zwar, dass sie das Schreiben nicht erreicht habe. Dennoch, so betont sie, habe sie das Thema Brunnen nicht unberücksichtigt gelassen. Aus Marketing-Sicht sei dies aber eher, auch mit Blick auf den Kosten-Nutze-Faktor, ein „kleines Thema“ und in der Erarbeitungsphase habe sie diesbezüglich auch keine Hinweise erhalten, die sie zu einer näheren Betrachtung veranlasst hätten: „Es kommt keiner wegen der Brunnen hierher.“ Bad Düben habe ihrer Meinung nach andere Dinge als Profilierungs-Merkmale zu bieten. Anders wäre die Herangehensweise gewesen, wenn das Thema Heilwasser schon vor Jahren eine größere Rolle gespielt hätte. Bad Düben aber habe sich für das Heilmittel Moor entschieden. „Und so war es wichtig, in ein Hotel zu investieren“, so Ziegenbalg.

In dem offenen Brief hatte die FDP darauf hingewiesen, dass temporär ein Brunnen am Pfarrhäuser in Betrieb sei, ein weiterer werde am Gemeindehaus in Schnaditz entwickelt. Zudem seien mit Unterstützung von Mitteln des EU-Förderprogramms Leader und Privatpersonen in den nächsten beiden Jahren weitere denkbar. Voruntersuchungen von Prof. Karl-Ludwig Resch vom Forschungsinstitut für Balneologie in Bad Elster hätten, so Zenger, vielversprechende Prognosen in Bezug auf Heilwasser ergeben: „Diese Brunnen werden touristisch in unserer Region ein sogenanntes Alleinstellungsmerkmal darstellen und den Gästen mit ihrem gesunden, erfrischenden Nass in guter Erinnerung bleiben.“

Mittlerweile haben sich auch Michaela Ziegenbalg und Raik Zenger zu dem Thema verständigt. Mit dem Ergebnis sei er zwar nicht einverstanden, dennoch sieht der Schnaditzer das Thema Artesische Brunnen nicht zu den Akten gelegt, bringt dabei das Leader-Programm wieder ins Spiel. Zwei Anträge aus Bad Düben sind dabei, zum einen auf Initiative der Stadt für einen weiteren Brunnen vor dem Naturparkhaus. Ein weiterer könnte auf Privatinitiative von Raik Zenger und Peter Schüßler vor dem Löwen Platz finden. „Klappt eins, wär’s schön, klappt beides, umso besser. Gelingt keins, wäre es nicht gut“, sagt Zenger.

Von Kathrin Kabelitz

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