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Bad Düben Bad Dübens Feuerwehr wünscht sich Landesfunkstelle
Region Bad Düben Bad Dübens Feuerwehr wünscht sich Landesfunkstelle
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09:32 05.07.2016
Der Hubretter war eine der Anforderungen, die der Brandschutzbedarfsplan 2011 benannte. Mittlerweile ist er in Diensten der Feuerwehr, hier bei einem Einsatz vor ein paar Wochen. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

In diesem Monat ist es drei Jahre her, seit die Stadt Bad Düben und die Feuerwehr das Gefahrenpotenzial bei Bränden und Unfällen in der Stadt und den Ortsteilen sowie die technische Ausrüstung der Wehren auf den Prüfstand gestellt und einen neuen Brandschutzbedarfsplan auf den Weg gebracht haben. Dieser gilt bis 2018. Wie sieht es mit dem Stand der Abarbeitung aus?

Das zum damaligen Zeitpunkt mit 25 Jahren älteste Fahrzeug, ein Einsatzleitwagen (ELW) B 1000, sollte ersetzt werden. „Das ist geschehen“, sagt Ordnungsamtsleiterin Gabriele Leibnitz. Noch 2013 wurde ein neuer ELW angeschafft. Ansonsten verfügt die Wehr über acht Einsatzfahrzeuge plus das vom Land Sachsen zur Mitnutzung zur Verfügung gestellte für den Katastrophenschutz. An jedem Standort gibt es zudem ein wasserführendes Fahrzeug.

In puncto Ausrüstung/Technik gilt zwar immer noch das Gesamturteil „gut“. Nachholebedarf gibt es aber in Einzelpositionen. Der Zustand des vorhandenen Schlauch-Materials ist aufgrund des Alters und der Reparaturbedürftigkeit nur befriedigend, Neu-Anschaffungen gab es zwar schon, aber noch nicht in dem benötigten Ausmaß. Das soll noch passieren. Beim Atemschutz soll in den nächsten Jahren von Normal- auf Überdruck umgestellt werden. Noch sei es keine Pflicht. Das werde aber perspektivisch so kommen. Und darauf stellt sich Bad Düben ein. „Ein Konzept, wie wir das angehen wollen, wird erstellt“, so die Ordnungsamts-Chefin, in deren Arbeitsbereich die Feuerwehren fallen. Der Punkt Dienstkleidung und neue Schutzhelme wurde 2013 nach dem Hochwasser erfüllt, sogenannte HuPF – Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzbekleidung komplett neu angeschafft. Das Dauerthema Digitalfunk dürfte nach zehn Jahren Kampf eine erste Hürde nehmen. Meldeempfänger für die Kameraden wurden bereits angeschafft, in diesem Jahr sollen auch die Fahrzeuge analog der Landkreis-Fahrzeuge umgerüstet werden. Wann genau, ist nicht bekannt, „wir sind aber dafür vorgesehen.“

Hinzu kommt, dass Bad Düben gern eine Landfunkstelle haben möchte. Mit Inbetriebnahme der Integrierten Rettungsleitstelle laufen alle Meldungen in Leipzig zentral auf. Im Katastrophenfall würden die den Ort, in dem Fall Bad Düben betreffenden Ereignisse an die dann kurzfristig besetzte Landfunkstelle weitergeleitet, die Koordinierung erfolge vom unmittelbar betroffenen Gebiet aus, lokale Kompetenzen könnten genutzt werden. „Wir haben diesen Wunsch an den Landkreis Nordsachsen so weitergeleitet. Sollte es so kommen, müssen wir Räume vorhalten, die sofort genutzt werden können“, so Gabriele Leibnitz.

Ohne Jugendfeuerwehren ist der Personalbestand der Feuerwehr Bad Düben gefährdet, heißt es im Brandschutzbedarfsplan. Die im Papier ausdrücklich erwähnte Jugendfeuerwehr hatte in den vergangenen Jahren einen starken Zugang zu verzeichnen. Dies sei insbesondere deshalb erwähnenswert, weil die Neuzugänge der Einsatzabteilung fast ausschließlich aus den Reihen der Jugendfeuerwehr kamen. Mit dem Nachwuchs konnte die Zahl der Aktiven weitgehend konstant gehalten werden. Insgesamt verfügt die Wehr über 94 aktive Frauen und Männer, bei der Jugendwehr sind es 20 in Bad Düben, vier in Schnaditz sowie acht in Tiefensee.

Der Brandschutzbedarfsplan gilt als Arbeitspapier und Leitfaden für Wehr und Verwaltung. Er gibt Auskunft über die Aufgaben sowie Überblick über Ausstattung und welcher Bedarf bis zur nächsten Überarbeitung besteht. 2011 beispielsweise war ein Ergebnis, dass die Wehr einen Hubretter benötigt. Der ist mittlerweile im Einsatz. Der Plan ist zudem Grundlage für das Landratsamt, wenn es um Fördermittel geht.

Von Kathrin Kabelitz

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