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Bad Dübens Germania wartet auf einen Behandlungstermin

Bad Dübens Germania wartet auf einen Behandlungstermin

Das Germania-Denkmal im Bad Dübener Kurpark erstrahlt zum Lichterfest im September nun doch nicht im neuen Glanz. Ursprünglich hatte die Stadt darauf gehofft, dass die rund 120 Jahre alte Dame bis dahin alle Reha- oder in diesem Fall Sanierungsmaßnahmen hinter sich haben könnte.

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Die Germania steht zwar im Kurpark, muss aber auf ihre Behandlung noch warten.

Quelle: Ilka Fischer

Bad Düben. Doch nun heißt es für sie länger warten, bis es zur Sanierungskur geht.

Voraussichtlich im Winter ist nun alles für sie geregelt. Fest steht jedenfalls, dass die von der Stadt in diesem Jahr eingeplanten 15 000 Euro nicht reichen. Für diesen Betrag möchte die Verwaltung die Germania demontieren und mit einem innen liegenden Korsett beziehungsweise Gerüst versehen. Warum das bei der von außen gar nicht so schlecht aussehenden Germania notwendig ist, erläutert Markus Krisch, Sachbearbeiter Hoch- und Tiefbau im Bad Dübener Rathaus: "Die Zeit, das Eigengewicht und äußere Faktoren haben an dem Zinkguss schon zu kleineren Brüchen geführt." Aus diesem Grund sei zwar nicht das Schwert, das Vandalen auf dem Gewissen haben, aber beispielsweise das kleine Schild nach unten gerutscht. Schwert und Schild sollen nun im Zuge der Sanierung wieder an ihren alten Platz kommen. An diesen Plänen hat sich auch erst einmal nichts geändert.

Nicht so gute Neuigkeiten gibt es für weiter unten liegenden Bereich. "Den mit Graffiti verschmierten Sockel, der wiederum auf Klinker- und Granitstufen steht, wollten wir eigentlich nur neu anstreichen", so Bauamtsleiterin Heike Dietzsch. Doch daraus wird nichts, die Stadt muss mehr Geld einstellen. Denn vom Denkmalschutz kam der Hinweis, dass mehr gemacht werden muss. Markus Krisch benennt das Problem: "Auf der unten gemauerten Klinkerschicht sind Granitstufen aufgesetzt. Und diese haben ein Gefälle zum Denkmal hin." Die Konsequenz daraus sei, so der Bauexperte, dass das Wasser zum Sockel hin laufe, lange stehe und in den Stein eindringe. Durch eine entsprechende Kapillarwirkung komme es zur Aussalzung. Die Stadt will deshalb den Sockel nun gleich neu bauen. "Denn die denkmalgerechte Sanierung des Sockels würde einen Aufwand von rund 19 000 Euro bedeuten. Komplett neu bekommen wir ihn dagegen für rund 16 000 Euro", rechnet Heike Dietzsch vor. Der Denkmalschutz folgte diesen Argumenten der Stadt und stimmte vor wenigen Tagen dem Neubau zu.

Noch nicht restlos geklärt ist die Verfahrensweise mit den unteren Klinkersteinen. Markus Krisch: "Bautechnisch sind sie okay. Doch früher sind sie nicht so aufgefallen, da es eine Rabatte darum gab." Deshalb sei neben der Reparatur weniger Fugen auch eine Verblendung noch nicht ganz vom Tisch. Fest steht, wie es zwischen Klinker und Sockel weitergeht: "Die alten Granit- stufen werden mit geändertem Gefälle neu gesetzt", so Markus Krisch.

Klar ist damit auch, dass zum Fest der 1000 Lichter im Kurpark noch eine Germania stehen wird, die zuletzt 2005 mit Hilfe des Rotary-Clubs eine größere Sanierungskur spendiert bekam.

Germania-Skulpturen selbst gibt es Dutzende in Deutschland. Diese werden immer als Frau, aber mal mehr und mal weniger kriegerisch dargestellt. Eine Germania galt besonders im 19. Jahrhundert als die nationale Personifikation Deutschlands im Sinne Germaniens.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2015
Ilka Fischer

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