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Bad Düben Bad Dübens Lutherstraße wird aufgehübscht – Awo schließt Baulücke
Region Bad Düben Bad Dübens Lutherstraße wird aufgehübscht – Awo schließt Baulücke
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09:25 26.04.2016
So wird die Lücke in der Lutherstraße einmal aussehen. Von außen fügt sich das Haus mit den drei Dachgauben in die Fassadenfront ein. Quelle: Foto/Montage: Wolfgang Sens, Grafik: Büro Paak
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Bad Düben

Im Sommer nächsten Jahres sollen die 28 neuen Bewohner eingezogen sein. „Bis dahin wollen wir auf jeden Fall den Anbau des Pflegeheimes in der Lutherstraße 7 fertig haben“, sagt Marko Schreiber, Geschäftsführer des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt Nordsachsen. Der Anbau ergänzt das Awo-Pflegeheim in der Lutherstraße 8 bis 11, in dem derzeit bereits 55 Pflegebedürftige von insgesamt 56 Pflege-, Verwaltungs- und technischen Kräften betreut werden. Die Terminkette für den rund 2,5 Millionen teuren Bau ist straff gezogen. Voraussichtlich Mitte Mai rollen die ersten Baufahrzeuge an. Die Ausschreibung der Erdbauarbeiten und des Rohbaues laufen.

Da es in der Lutherstraße sehr komplizierte Bodenverhältnisse gibt, muss die Gründung, auch ohne Bau eines Kellers, bis zu einer Tiefe von 3,50 Metern erfolgen. Das Haus selbst füllt dann in der Lutherstraße die zwölf Meter breite Lücke in der Häuserfront. Es reicht dann bis zu 37 Meter in das Grundstück hinein. Die Fassade in der Lutherstraße wird nach altem Vorbild samt der drei Dachgauben hergerichtet. Obwohl es in der Lutherstraße auch einen Eingang geben wird, soll das dreietagige Gebäude, wie schon das derzeitige Pflegeheim, vorrangig über die Neuhofstraße erreichbar sein.

In dem Gebäude selbst wird es im Erdgeschoss sechs Doppelzimmer (vor allem für pflegebedürftige Ehepaare), im ersten Stock acht Einzelzimmer und im Obergeschoss ein Doppelzimmer und sechs Einzelzimmer geben. Alle Zimmer, die jeweils etwa 20 Quadratmeter groß sind, haben ein eigenes Bad. Auf jeder Etage gibt es zudem einen Aufenthalts-/Speiseraum sowie ein Dienstzimmer. „Die Nachfrage nach den Plätzen ist schon jetzt sehr groß“, berichtet Marko Schreiber, der keinerlei Auslastungsprobleme sieht. In dem Haus wird es erstmals auch zehn Plätze für geistig- und/oder körperbehinderte Pflegebedürftige geben. Dabei denkt die Arbeiterwohlfahrt an pflegebedürftige alte Menschen, deren häusliche Pflege nicht mehr leistbar ist. Durch diesen Anbau wird die Arbeiterwohlfahrt, die derzeit in Nordsachsen bereits insgesamt 388 Mitarbeiter zählt, für Bad Düben und Umgebung etwa 20 neue Arbeitsplätze schaffen.

Zunächst soll der Rohbau samt Dacheindeckung bis zum Jahresende stehen. Da in dem engen Baubereich auch ein Turmdrehkran zum Einsatz kommen wird, muss für die gesamte Zeit die Lutherstraße gesperrt werden. „Die Einbahnstraße“, so der Geschäftsführer, „wird aber auf jeden Fall noch bis zum Stadtfest Ende Mai offen sein.“ Die Sperrung selbst ist vom Bad Dübener Ingenieurbüro Paak, das den Neubau bautechnisch berteut, bei der Stadt beantragt und auch bewilligt worden. Die Stadt ist damit dann auch für die Ausweisung der Umleitung, die über den Anger führen soll, zuständig.

Von Ilka Fischer

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