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Bad Dübens Museum soll moderner werden – Experten suchen jetzt nach Ideen

Dauerausstellung Bad Dübens Museum soll moderner werden – Experten suchen jetzt nach Ideen

Wie präsentiert sich künftig die Dauerausstellung in Bad Dübens Landschaftsmuseum? Der Stadtrat gibt die Überlegungen zu dieser Frage in Experten-Hände. Eine Leipziger Firma, die sich mit Museografie und Ausstellungsgestaltung beschäftigt, wird gemeinsam mit dem Museums-Team ein Konzept erarbeiten. Der Sanierungsstart verschiebt sich indes.

Blick auf das Burggelände.

Quelle: Wolfgang Sens (Archiv)

Bad Düben. Wie weiter mit dem Landschaftsmuseum auf dem Bad Dübener Burggelände? Mit der anstehenden Sanierung von Amtshaus und Burgberg wird sich baulich einiges tun. Zugleich steht die inhaltliche Ausrichtung in der Diskussion. Nach rund 20 Jahren Dauerausstellung soll ein neues Konzept dem Museum einen modernen und zeitgemäßen Anstrich geben. Am Dienstag hat der Stadtrat ein entsprechendes Konzept in Auftrag gegeben. 6000 Euro kostet das Ganze, der Kulturraum Leipziger Raum hat die Zahlung von Fördermitteln bewilligt. Geld, das Stadtrat Mike Kühne (CDU) gut angelegt sieht: „Die externe Unterstützung für einen roten Faden ist richtig.“ So sei am besten die Sicht des Besuchers nachzuvollziehen.

Leipziger Firma erarbeitet Konzept

Die Leipziger Firma Exposition Ebersbach.Museologie.Ausstellungsgestaltung hat zusammen mit dem Museums-Team um Leiterin Yvette Steuer nun die Aufgabe, die besondere Spezifik des Ortes Bad Düben und der Landschaft der Dübener Heide herauszuarbeiten. Verschiedene Aspekte spielen da mit hinein: Welche Themen finden Berücksichtigung, wie kann die Dauerausstellung kindgerecht gestaltet werden, Verweilsituation und Besucherlenkung werden ebenso betrachtet wie neue Impulse für Sonderausstellungen. „Die Themen können neu und schön erzählt werden. Und es gibt noch viel mehr zu erzählen als jetzt“, sagt Steuer. Die modernen medialen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts sollen dabei durchaus, wenn auch gut dosiert, Beachtung finden.

Barrierefreiheit als wichtiger Aspekt

Bis Jahresende soll das Konzept, bei dessen Erstellung der Punkt Barrierefreiheit eine entscheidende Rolle spielt, vorliegen. Dies ist auch notwendig, damit gegebenenfalls Ideen während der Baumaßnahme und der anschließenden Instandsetzung der Räume berücksichtigt werden können. Das große Motto solle dabei der Namensgeber des Museums – die Landschaft – sein, sagte Yvette Steuer. Militär- sowie Stadt- und Regionalgeschichte seien weitere große Gebiete. Ziel sei es, dass alle Bürger und Besucher der Stadt inklusive der Reha-Patienten das Gelände aktiv nutzen können. Der klare Wunsch ist, dass der Haupteingang und damit das Haus von allen gleichberechtigt genutzt werden kann, so Steuer. Klar ist aber auch, der Denkmalschutz hat da noch ein Wörtchen mitzureden. Münster brachte in diesem Zusammenhang eine Treppengestaltung, ähnlich wie sie beim Hortneubau angedacht ist, ins Gespräch. Diese ließe sich auch für Veranstaltungen nutzen, sodass der Innenhof mit in den Fokus rückt. Dies gelte auch für das Burggelände, das in der Konzeption mit betrachtet werden müsste, hakte Michael Seidel (SPD/Bürgerkreis) nach.

Museum bleibt vorerst geöffnet

Neben der inhaltlichen geht es aber auch um die Sanierung von Hang und Amtshaus und damit um die Beseitigung der Hochwasser-Spätfolgen. Das Gutachten der Geologen zu den Setzungserscheinungen, deren Ausmaß bisher so nicht bekannt war, liegt jetzt vor. Im Februar hatte es noch einmal Kernbohrungen vor Ort gegeben. „Es ist nicht alles verloren, aber kompliziert genug trotzdem“, schätzte Münster am Dienstag ein. Auswertung und Schlussfolgerungen für die Gründungsstabilisierung, die eventuell im Sommer ausgeschrieben und dann im Herbst/Winter stattfinden können, nehmen noch eine gewisse Zeit in Anspruch. Das heißt aber auch, dass das Landschaftsmuseum, das eigentlich nach Ostern schließen sollte, vorerst geöffnet bleibt. „Voraussichtlich bis nach den Sommerferien“, so Münster.

Von Kathrin Kabelitz

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