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Bad Düben Bad Dübens Ortsteile: Erwartungen und Wünsche für 2015
Region Bad Düben Bad Dübens Ortsteile: Erwartungen und Wünsche für 2015
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13:54 19.05.2015

s neue Jahr verbindet. Will heißen: Die Vorhaben 2014 sind weitgehend die von 2015. Was wiederum nicht bedeutet, dass dieser Fakt am Engagement der Ortschaftsräte in Schnaditz, Tiefensee und Wellaune rütteln kann.

Wellaune kämpft noch immer um seine Ortsumgehung. Dass kurz vor dem Jahreswechsel wenigstens das Tempo-30-Limit für die Nacht genehmigt wurde, hat Cornelia Beer positiv überrascht. "Es muss aber auch kontrolliert werden. Und: Die Planungen für die Umgehung müssen zügig fortgeführt werden", so die Ortsvorsteherin, die einräumt, dass ihr eine generelle 30er-Regelung und stationäre Blitzer innerorts gar noch lieber wären. Geklärt werden müsse die Frage, warum laut Ablehnungs-Begründung des Landratsamtes die Straßenbreite nicht ausreichen soll, um Markierungen für Radwege aufzubringen. Vom Dresdner Planungsbüro habe es andere Aussagen gegeben. Wellaune kämpft aber auch gegen die Erweiterung der Schweinemastanlage: "Die darf nicht kommen." Es gäbe schon jetzt Geruchsbelästigungen. Dass angesichts der derzeit geführten Diskussionen in der bestehenden Anlage von Amts wegen alles in Ordnung sein soll, nehmen die Wellauner zur Kenntnis. "Die Einwohner haben dennoch Zweifel", gibt Beer das Stimmungsbild wieder. Positiv sei, dass der Spielplatz fertig sei: "Er wird sehr gut angenommen."

Tiefensee braucht gute Internet-Verbindungen. Auf diesen Fakt weist Ortsvorsteher Klaus Pätz mit Blick auf junge Leute, die der Ort auch in Zukunft braucht, immer wieder hin und fordert von der Landesregierung Unterstützung für den ländlichen Raum: "Ohne, dass dabei die Kommunen zusätzlich finanziell belastet werden." Auf der Agenda ganz oben sehe er den Bau des Feuerwehr-Gerätehauses. Derzeit lägen die Unterlagen bei der Unfallkasse Sachsen, erst dann könnten abhängig vom Haushalt Fördermittel beantragt werden. So richtig optimistisch ist Pätz nicht, dass sich 2015 entscheidendes tut. Auch im denkmalgeschützten Gutspark gehe es nicht vorwärts: "Der ist verwildert, hier passiert nichts." Das sei aber wichtig, zumal er an den geforderten Radweg Schnaditz - Tiefensee derzeit nicht mehr so recht glaube und der Rad-Ersatzweg entlang des Lutherweges durch den Park führe. Auf dem Verbindungsweg Prellheide - Brösen soll 2015 ein Teilstück erneuert werden.

Schnaditz ringt weiter um den Hochwasserschutz. "Das zieht sich alles hin", kritisiert Ortsvorsteher Gerhard Griehl. Der neue Außendeich habe zwar 2013 weitere Deichbrüche verhindern können, jetzt aber müsse es endlich weitergehen. 2015 soll es mit archäologischen Untersuchungen zumindest losgehen. Positiv sei, dass der Bau des Feuerwehrgerätehauses gestartet ist: "Wir hoffen, dass es wie geplant im Frühjahr fertig wird." Dann sollte auch der Spielplatz, der im Zuge dieses Projektes weichen musste, eine neue Kletterkombination erhalten. Den Verkauf des Schlosses nennt Griehl einen "Meilenstein, um den Verfall zu stoppen". Er hoffe, dass der Denkmalschutz nicht mit übertriebenen Forderungen den Investoren unnötig Steine in den Weg lege. Der Schlosspark soll mittels Umgestaltung wieder aufgewertet werden - dabei setzen die Schnaditzer auf Leader-Fördermittel. Sorgenkind bleibt der Biber. "Er gehört nicht in solch ein dicht besiedeltes Gebiet", hofft Griehl auf Hilfe der Stadt. Als Problem aller drei Ortsteile sehe er zudem die Pflege der Gewässer II. Ordnung. Das Hochwasser 2013 habe gezeigt, dass diese nicht ausreichend Wasser ableiten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.12.2014
Kabelitz, Kathrin

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