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Bad Dübens Ortsumgehung soll großen Bogen um die Stadt machen

Trassenführung Bad Dübens Ortsumgehung soll großen Bogen um die Stadt machen

Wo soll die Ortsumgehung Bad Düben künftig langführen? Bis zu einem konkreten Trassen-Vorschlag ist noch ein weiter Weg. Denn auch der im Zusammenhang mit der Anhörung zum Bundesverkehrswegeplan ins Spiel gebrachte Verlauf stellt vorerst nur eine Lösungsmöglichkeit dar – mehr aber auch nicht. Die Diskussionen dazu aber sind längst angelaufen.

Dieser Verlauf ist derzeit im Bundessverkehrswegeplan grob vorgesehen. Von einer Entscheidung für eine bestimmte Trasse kann aber längst noch keine Rede sein.
 

Quelle: Patrick Moye

Bad Düben.  Wo soll die Ortsumgehung Bad Düben künftig langführen? Bis zu einem konkreten Trassen-Vorschlag ist es noch ein weiter Weg. Denn auch der im Zusammenhang mit der Anhörung zum Bundesverkehrswegeplan ins Spiel gebrachte Verlauf stellt vorerst nur eine Lösungsmöglichkeit dar – mehr aber auch nicht. Die Diskussionen dazu aber sind längst angelaufen. In der Öffentlichkeit war bisher vor allem die neu zu bauende Straße, die den Ortsteil Wellaune entlasten soll, in aller Munde. Die Tatsache, dass Bad Düben ebenfalls mit der Ortsumgehung im vordringlichen Bedarf drin ist, habe etwas überrascht, stellte Uwe Kulawinski (FWG) bei einer Veranstaltung der Freien Wähler fest. Wie dringend sie dennoch nötig sei, machte ein Anwohner der Dommitzscher Straße deutlich. Seit Jahren passiere in diesem Bereich nichts. Stattdessen würde die Veränderung der Situation in umliegenden Straßen wie Garten-, Luther und Ritterstraße zu einer Verschärfung der Lage sorgen. Der Zustand der Straße sei zudem katastrophal. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) signalisierte Verständnis für die Kritik, verwies aber auch auf die unterschiedliche Klassifizierung der Straßen zwischen Bundes-, Anlieger- und Staatsstraßen. Sicher sei eine neue Brücke die optimale Lösung, „letztlich landet der Verkehr aber immer in der Ritter-, Neuhof,- Bitterfelder Straße“. Hoffnung, dass die Umgehung Wirklichkeit wird, habe sie eher nicht.

Dieser Verlauf ist derzeit im Bundessverkehrswegeplan grob vorgesehen. Von einer Entscheidung für eine bestimmte Trasse kann aber längst noch keine Rede sein.

Dieser Verlauf ist derzeit im Bundessverkehrswegeplan grob vorgesehen. Von einer Entscheidung für eine bestimmte Trasse kann aber längst noch keine Rede sein.

Quelle:

Wann immer die Straße auch komme, so ortsnah wie derzeit geplant, soll sie nicht realisiert werden, so Kulawinski, auch mit Blick auf den Ausbau des Gymnasiums zur Freien Schule und der Erschließung von Baugrundstücken nahe der bestehenden Wohnbebauung Durchwehnaer Straße. Anlass für die Äußerung: Die im Bundesverkehrswegeplan abgebildete Trasse sieht bisher eine Linie von der Nordtangente (Windmühle Hammermühle) zwischen Mafah, Bundespolizei, Rewe bis zur B 183 und damit nah an der Ortslage vor. Zu überlegen sei schon, ob die Stadt das heute noch will, so Münster. „Wenn wir als Stadt wachsen wollen, geht das nur von innen nach außen.“ Dann wiederum müsste die Trassenplanung komplett an der Stadt vorbeiführen. Zu bevorzugen wäre deshalb eine Variante, bei der der Verkehr über die Nordtangente über Schmiedeberger Straße an der Bundespolizei vorbei, an Beton- und Recycling vorbei in Richtung B 183/Torgauer Straße abgeleitet wird. Mindestziel für eine Ortsumgehung sei, dann die Innenstadt, also Markt-, Paradeplatz und Altstädter Straße, für den Lkw-Verkehr zu sperren. Problematisch bliebe es in der Eilenburger und Ritterstraße. Die Dommitzscher Straße würde aber entlastet.

Ungeachtet der Debatte setzte Münster erneut ein klares Zeichen, was die Dringlichkeit der Ortsumgehung Wellaune betreffe. „Die Planungen sind deutlich weiter, die Belastung für den Ortsteil deutlich größer.“ Dort sei man sich einig. In Bad Düben müsse allerdings auch die Diskussion geführt werden, „müssen wir das so bauen, wollen wir das so bauen und was bedeutet es für den Ort selbst, wenn jegliche Verkehre rausgenommen werden. Wir haben die drei Bundesstraßen, wir haben die Brücke, das ist Fluch und Segen zusammen. Wir haben aber auch viele, die durchfahren, die uns wegen der guten Restauration kennen. Die kleinteilige Wirtschaft profitiert von diesem Fakt“, so Münster. Aber es gebe eben auch Beispiele, wo sich eine Umgehungsstraße schädlich auf den Ort ausgewirkt hätte.

Von Kathrin Kabelitz

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