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Bad Düben Bad Dübens Schülersprecher sind ein gefragtes Team
Region Bad Düben Bad Dübens Schülersprecher sind ein gefragtes Team
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07:00 12.12.2016
Sarah Läbe, Ari Frank und Lisa-Marie Bornstein (von links) von der Oberschule Bad Düben kümmern sich um die Belange zwischen Schüler, Lehrer und Schule. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Lisa-Marie Bornstein und Ari Frank sind die Schülersprecher der Oberschule Bad Düben. Seit vier Jahren kümmert sich das Duo um die Sorgen und Nöte bei den Verbindungen zwischen Lehrern und Schülern und alles, was die Fünft- bis Zehntklässler noch so an ihrer Schule bewegt. Die beiden Zehntklässler bekommen bei ihrer Arbeit von Anfang an Unterstützung von Klassenkameradin Sarah Läbe.

Seminar in Mockrehna

Sarah und Ari besuchten kürzlich den Schülerrat in der Oberschule Mockrehna. Der will sich noch besser für die Interessen der Schülerschaft einsetzen. Deshalb hat er sich dieser Tage in einem Seminar fortgebildet“, erzählte der 16-jährige Ari Frank. Das Besondere an der vierstündigen Fortbildung war, dass die beiden Bad Dübener als Seminarleiter fungierten, obwohl sie das gleiche Alter wie die Mockrehnaer Schüler hatten. Ari und Sarah zählen nämlich zu den über 50 aktiven Schülermoderatoren des sächsischen Programms „Mitwirkung mit Wirkung“. Diese arbeiten auf Grundlage des Sächsischen Schulgesetzes und geben wertvolle Tipps aus ihren eigenen Erfahrungen in der Schülermitwirkung.

Die Mockrehnaer bekamen von den Kurstädtern Antworten auf Fragen wie: Welche Rechte und Aufgaben haben Schülervertreter? Welche Möglichkeiten haben sie, den schulischen Alltag mitzugestalten? Wie kann mit Konflikten umgegangen werden? „Das war eine ganz interessante Sache und wir hoffen den Mockrehnaern ein paar Ansätze für ihrer künftigen Arbeit gegeben zu haben“, sagt die 15-jährige Sarah Läbe.

Das Schülertrio ist an der Oberschule ein gefragtes Team. Immer wieder kommen Schüler wie Lehrer auf sie zu, um verschiedene Dinge anzusprechen. „Unsere Aufgabe ist grob die Schule zu präsentieren, aber auch für Probleme untereinander die Augen offenzuhalten. So wurde vor einigen Jahren mal die Ausstattung von den Schülern angesprochen. Wir haben das Problem bei der Schulkonferenz angesprochen und seitdem hat sich einiges getan“, erzählt Ari.

Guter Kontakt zu Flüchtlingen

In der Regel treffen sich die Schülersprecher einmal im Monat. Oftmals auch spontan, wenn brisante Themen geklärt werden müssen. Dieser Tage wurde zum Beispiel der Tag der offenen Tür im Januar besprochen. Alles geschieht im schicken kleinen Schülerbüro in der Oberschule. „Wir waren gerade in der siebten Klasse, als wir unsere Bürgermeisterin angesprochen haben, dass man doch an unserer Schule ein Schülerbüro einrichten könnte. Wir bekamen sofort Unterstützung und es wurde ein Raum dafür bereitgestellt. Einmal pro Woche ist offen und man kann uns sprechen“, so Ari weiter. Guten Kontakt pflegt das Schülersprecherteam auch zu den 15 Flüchtlingen an der Oberschule. „Ich finde, die sind schon richtig gut integriert. Sie sitzen teilweise ja auch im normalen Unterricht, wenn sie nicht gerade weiter ihre Deutschkenntnisse im Extraunterricht verbessern“, erklärte Sarah.

Doch die Zeit der Schülersprecher ist gezählt. Im kommenden Frühjahr haben die drei ihre Abschlussprüfungen. Danach steht Ausbildung oder weiterführende Schule auf dem Stundenplan. „Es ist schon schade, weil wir es gerne gemacht haben. Aber im nächsten Schuljahr werden neue Schülersprecher gewählt, die ihre Sache dann bestimmt auch so gut machen werden“, hofft der 16-jährige Ari.

Von Steffen Brost

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