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Bad Düben Bad Dübens Terrainkurwege immer öfter im Visier von Randalierern
Region Bad Düben Bad Dübens Terrainkurwege immer öfter im Visier von Randalierern
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14:18 19.05.2015
Start und Ziel der Terrainkurwege ist der Obermühlenteich. Schilder und Tafeln weisen dem Benutzer den richtigen Weg. Oftmals werden die aber mutwillig zerstört. Quelle: Steffen Brost

Seit zehn Jahren gibt es die zwischen Kurbad und Waldgebiet. Doch Vandalen machen sich oftmals an den Schildern zu schaffen. Ein Ärgernis für die Stadt Bad Düben.

Das 24 kilometerlange Wegenetz wurde 2003/04 angelegt und mit 85 grün-weißen Richtungsweisern an 23 dicken Eichenpfählen versehen. Ausgelegt für unterschiedliche Belastungsvarianten und Leistungsanforderungen. Die Wege sind teils recht breit gehalten, sodass im Notfall auch ein Rettungswagen mühelos auf ihnen fahren kann. Die Terrainkurwege dienen dabei nicht nur Sportlern, sondern auch der Aktivtherapie für geringbelastbare Patienten und können von ortsansässigen Ärzten für therapeutische Zwecke genutzt werden.

Doch immer wieder gibt es sinnlosen Vandalismus, der auch vor dem Beschilderungssystem und den rustikalen Schutzhütten entlang des Spatenweges nicht halt macht. Erst kürzlich wurde am ehemaligen Laufzentrum Hammermühle mutwillig ein hölzerner Wegweiser aus dem Boden gerissen und die angeschraubten Hinweisschilder mit Kilometerangaben gestohlen (wir berichteten).

Zuständig für Kontrollen ist das Bauamt der Stadt Bad Düben. "Wir führen einmal im Jahr, meistens im Frühjahr eine Kontrolle der Wege durch. Da werden alle Schäden aufgenommen und notwendige Reparaturen ausgelöst. Leider werden die Hinweisschilder regelmäßig gestohlen. Am beliebtesten ist das von der Kirchholzrunde. So entstehen alljährlich rund 400 Euro Schaden", erzählt Astrid Seydewitz, Sachbearbeiterin Straßenbaubehörde und Grünanlagen im Bauamt Bad Düben.

Auch in diesem Frühjahr stellten die Mitarbeiter wieder zahlreiche Beschädigungen fest. So wurde die Plexiglasscheibe der Tafel am Obermühlenteich, dem Start- und Zielpunkt der Terrainkurwege, erst beschmiert und später eingeschlagen, Wegweiser gestohlen und auch an den Wegkreuzungen waren nicht mehr alle Hinweise vorhanden. Parallel dazu machte sich die Witterung, beispielsweise an den Holzbänken, die entlang der Wege als Rastplätze dienen, zu schaffen. "Wir haben in diesem Jahr fünf Bänke erneuert. Nächstes Jahr werden weitere fünf ausgewechselt", kündigte Seydewitz an.

In der jüngsten Vergangenheit mehrte sich auch die Kritik an der Wegebeschaffenheit. Im Winter und Frühjahr wurden im Kirchenholz in Richtung Gesundbrunnen in Größenordnungen Bäume gerodet und neu aufgeforstet. Die schweren Fahrzeuge hinterließen im weichen Waldboden tiefe Spuren. Jetzt wurde die Fläche mit grobem Split aufgefüllt. Vielen Wanderern und Radfahrern ist das ein Dorn im Auge. Die meisten müssen absteigen und ihre Räder über diesen Teilbereich schieben. "Wir wollen auch in Zukunft dafür sorgen, das dieses Wegenetz gut erhalten wird. Denn viele schätzen diese kurzen Wanderwege, auf denen viele kleine und große Sehenswürdigkeiten wie Obermühle, Kurpark und Gesundbrunnen entlang der Route liegen", sagte Cornelia Richter, Sachbearbeiterin Wirtschaft und Tourismus bei der Stadtverwaltung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.05.2014
Von Steffen Brost

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