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Bad Düben Bad Dübens Unternehmen auf Fachkräftesuche
Region Bad Düben Bad Dübens Unternehmen auf Fachkräftesuche
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10:55 06.01.2017
Die beiden Mechatroniker-Lehrlinge Marcel Lange, 16 Jahre (links), und Leon-Pascal Tietz (16). Beide absolvieren bei Autopartner Bad Düben ihr erstes Lehrjahr.  Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

 Die Problematik des Fachkräftemangels ist längst auch in Nordsachsen angekommen. Aber wie sieht es bei Unternehmen in einer Kleinstadt wie Bad Düben aus? Die LVZ fragte bei drei Arbeitgebern nach, wie sie sich um den Nachwuchs bemühen.

Klassische Bauberufe

Der Firmenverbund von Bau- und Haustechnik, zu dem auch die Beton- und Recycling-, die Autopartner- und die Bauprofi-GmbH gehören und der derzeit rund 400 Mitarbeiter zählt, hat schon, bevor der Fachkräftemangel ein allgegenwärtiges Thema, viel ausgebildet. Das hat sich nicht nur bei der Bundesagentur für Arbeit, die der Firma 2015 das offizielle Zertifikat für Nachwuchsförderung verlieh, herumgesprochen, sondern offensichtlich auch bei den Jugendlichen selbst. Personalleiter Falk Stolpe: „Wir haben derzeit bei uns 22 Auszubildende, die neun verschiedene Berufe erlernen.“ Neben klassischen Bauberufen gehe es auch um Anlagemechaniker im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker, Kaufleute, aber beispielsweise auch um Kraftfahrzeugmechatroniker. „Acht“, so berichtet der Personalleiter weiter, „haben erst im Sommer beziehungsweise Herbst ihre Lehre angefangen.“ Er selbst sieht für das Unternehmen sogar einen leichten Nachfrageschub. „Wir haben schon jetzt 15 Bewerbungen für 2017. Das gab es lange nicht.“ Dennoch würde sich das Unternehmen insbesondere weitere Bewerbungen im Hoch- und Tiefbau sowie in den Bereichen Heizung, Klima, Sanitär und Elektrik wünschen.

Koch und Mechatroniker

In der Bundespolizeiabteilung kümmern sich 63 Verwaltungsbeamte und Tarifbeschäftigte um knapp 600 Polizeibeamte. „Für 2017“, so Pressesprecher Michael Marx, „werden für eine Koch- sowie für zwei Kfz-Mechatroniker-Lehrstellen Bewerberinnen oder Bewerber gesucht.“ Geeignete Interessenten zu finden, sei hier nach wie vor nicht einfach, schätzt er ein.

Bei der Bundespolizei selbst stellt sich das etwas anders da, obwohl es bis 2020 erhöhte Einstellungszahlen gibt. Claudia Poller, Einsatzberaterin für die Bundespolizei: „Für 2017 haben wir für die 2000 angebotenen Stellen im gehobenen und mittleren Dienst bundesweit 20 000 Bewerber, und damit genug, um alle Stellen zu besetzen.“ Die erhöhten Einstellungszahlen wirken sich auch auf Bad Düben, wo die Polizeianwärter das zweite Ausbildungsjahr absolvieren, aus. Nachdem es 2014 zwei und 2015 drei Lehrklassen waren, sind es 2016 schon vier Klassen mit 86 Frauen und Männern, die bei der Bereitschaftspolizeiabteilung in Bad Düben ausgebildet werden. Damit ist aber in der Kurstadt die Kapazitätsgrenze erreicht.

Awo setzt auf Ausbildung

Im sozialen Bereich gibt in Bad Düben maßgebend die Arbeiterwohlfahrt den Ton an. Beim ansässigen Kreisverband Nordsachsen stehen 404 Mitarbeiter auf der Lohn- und Gehaltsliste. Geschäftsführer Marko Schreiber ist überzeugt, dass der wirkungsvollste Weg die eigene Ausbildung ist. Zehn Auszubildende im Pflegebereich gebe es derzeit. Auch bei den etwa 15 Neueinstellungen, die im Zusammenhang mit dem im Sommer fertigen Pflegeheimanbau in der Lutherstraße mit 55 Plätzen erforderlich werden, verbreitet er Zuversicht. „Hier bekommen auf jeden Fall unsere Auszubildenden eine Chance“, blickt der Geschäftsführer voraus. Kritischer stellt sich das Bild derzeit beim pädagogischen Personal in den Kindertagesstätten dar. „Hier haben wir derzeit offene Stellen.“ Neben dem Werben um Absolventen der Fachschulen setzt die Awo auf die berufsbegleitende Ausbildung von Quereinsteigern. „Derzeit haben wir elf im Kindertagesstättenbereich.“ Dessen ungeachtet freut sich aber auch die Awo über weitere motivierte und qualifizierte Bewerber.

Von Ilka Fischer

Mehr freie Stellen für Bad Düben finden Sioe auf unserem Stellenportal lvz-job.de.

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