Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Bad Dübens Verwaltung fährt nicht auf Elektro-Autos ab
Region Bad Düben Bad Dübens Verwaltung fährt nicht auf Elektro-Autos ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 21.05.2016
Skeptischer Blick beim Aussteigen aus dem Elektro-BMW: Das Fahrgefühl überzeugt Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster, die Reichweite allerdings nicht. Quelle: Steffen Brost
Anzeige
Bad Düben

Der BMW i3 ist ein umfassendes Konzept für nachhaltige und zukunftsweisende Mobilität. Es steht für visionäre Elektrofahrzeuge und Mobilitätsdienstleistungen. Sagt der Hersteller. „Das ist wirklich ein schönes Auto“, sagt auch Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Die Stadt-Chefin hatte den gelb-weißen Elektro-Flitzer für 14 Tage als Dienstauto zur Verfügung. Zum Tag der erneuerbaren Energien brachte Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig (SPD), vier Autos mit und übergab Münster und weiteren drei Bürgermeistern der Region die Schlüssel.

Trotz aller Begeisterung für ein schönes Fahrgefühl, den leisen Motor, für den von Elektronik und Automatik unterstützten überzeugenden Anzug beim Anfahren und Überholen, das Wissen um den nicht vorhandenen CO2-Emissions-Ausstoß – das Fazit fällt nach zwei Wochen Einsatz aus Sicht der Bürgermeisterin einer Kleinstadt ernüchternd aus. „Mit einer Ladung kommt man rund 150 Kilometer weit“, plus fünf Liter Not-Ration Benzin – ein klarer Minuspunkt für die Reichweite. Summasummarum wird es da selbst schon für längere Dienstfahrten nach Dresden eng.

Gefahren ist sie auch den VW E-up, den die Politessen probeweise zwei Wochen zur Verfügung hatten. „Wir wollen 2017 unseren mit Autogas betriebenen Ford Fiesta austauschen und würden gern ein Elektroauto nehmen“, so Münster. Ganz vom Tisch ist dieses Vorhaben nicht. „Sollte sich die Reichweite verdoppeln, wäre ein E-Auto durchaus eine Alternative.“ Allerdings spielt neben der Reichweite bei der Entscheidung auch der Anschaffungs-Preis eine Rolle und der liegt ungeachtet aller ökologischen Vorteile rund 13 000 Euro höher als ein Vergleichsfahrzeug. Hinzu kommen ganz profane Fragen wie die nach Lademöglichkeiten. „Man braucht eine Ladestation. Über den Hausanschluss dauert es zu lange. Wir müssen hier in Düben an den Hochwasserfall und einen möglichen Stromausfall denken“, sagt Münster. Ein Elektro-Fahrzeug wäre da schnell nicht mehr einsatzfähig.

Von Kathrin Kabelitz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Torgische Radweg, der Torgau mit Bad Düben verbindet und künftig bis nach Delitzsch führen soll, ist im bisherigen Bereich noch nicht komplett. Bei Pressel fehlen rund 400 Meter. Wann die gebaut werden können, steht nicht fest, obwohl die Trasse und die Finanzen geklärt sind.

20.05.2016

Im Alter von 27 Jahren warf ein Schlaganfall den Eilenburger René Goldschmidt aus dem gewohnten Alltag. Heute steht der 44-jährige 2,02 Meter große Mann im wahrsten Wortsinn wieder voll im Leben, gibt als Chef des Aphasiker-Zentrums Nordsachsen anderen Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe. Dafür wurde er jetzt geehrt.

19.05.2016

Sophia aus Badrina, Alexander aus Gruna und Zoey aus Delitzsch, die drei Erstplatzierten der diesjährigen LVZ-Küken-Aktion, freuen sich mit ihren Eltern auf den Besuch im Leipziger Zoo. Am Donnerstag übergab LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich ihnen die Gutscheine für je eine Zooführung mit bis zu 15 Personen.

13.06.2016
Anzeige