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Bad Dübens Weihnachtsmarkt: Vom Regen und Winde verweht

Bad Dübens Weihnachtsmarkt: Vom Regen und Winde verweht

Wenn sich das Burggelände in Bad Düben einmal im Jahr in eine bunte und historische Welt verwandelt, ist Weihnachten. Hunderte Besucher strömten am Wochenende trotz Regen und Sturmböen an die Burg und in die Innenstadt zum Weihnachtsmarkt.

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Die Singvögel um Karin Richter aus der Kindertagesstätte "Spatzenhaus" eröffneten mit einem Programm den kleinen Weihnachtsmarkt am Rathaus.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Neun Hütten stellte der Veranstalter Coex auf den Marktplatz, wo sich Bad Dübener Händler, Schulen und Vereine präsentierten. Den Anfang machten die Singvögel aus der Kindertagesstätte "Spatzenhaus", die ein kunterbuntes Programm aufführten. Erzieherin Karin Richter wirkte als große Wolke mit, die jede Menge kleine, lebendige Schneeflocken unter ihrem riesigen Rock versteckt hatte. Nach zögerlichem Beginn zog es erst am Nachmittag mehr Besucher vor das Rathaus. Trotz mäßiger Kälte schmeckte und floss der Glühwein. "Wir haben den Besten", frohlockte Adina Meier aus der Holzbude des Bad Dübener Kinder- und Jugendvereins (Kiju). "Hier wird für einen guten Zweck getrunken. Wir sammeln Geld für neue Projekte wie eine Slackline auf dem Hammermühler Spielplatz und eine Kleinkinderspielfläche im Kindergarten", so Meier. Bei Daniela Peschel-Droske konnte man sich mit selbstgestrickten Schals, Mützen und Pullover eindecken und gleich nebenan gab es bei Erika Bomsdorf den echten Dübener Winterschinken. Auch die Bad Dübener Oberschüler beteiligten sich mit einem Stand. Sie sammelten Geld für ihre Abschlussfete. Für musikalische Umrahmung sorgten die Dietrichsdorfer Jagdhornbläser.

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Bad Düben. Wenn sich das Burggelände in Bad Düben einmal im Jahr in eine bunte und historische Welt verwandelt, ist Weihnachten. Hunderte Besucher strömten am Wochenende trotz Regen und Sturmböen an die Burg.

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Nur ein paar hundert Meter weiter ließen 25 Stände längst in Vergessenheit geratene Traditionen wieder aufleben. Die Besucher des mittelalterlichen Weihnachtsmarktes an der Burg konnten Handwerker beim Schmieden und Zinngießen über die Schultern schauen. Auch Pavel Bartos aus dem tschechischen Melnik zog mit den kleinen Besuchern per Hand so manche Christbaumkerze. Sein Freund Robin Zeman gehörte ebenso zum Marktensemble. Sein Kinderkarussell bewegte sich nur, wenn Robin fleißig an der Kurbel drehte. "Ich habe Deutschlands einzigstes mit Hand angetriebenes Karussell."

Etwas anderes hatten Arne Börgel und Andreas Gruber von der Ritterschaft der Burg zu Bornstedt an ihrem Stand zu bieten. Sie stellten die Arbeit ihrer Kettnerei vor. "Wir machen Kettenhemden und Hauben. Ein Kettenhemd wiegt etwa 10 bis 20 Kilogramm. 20 000 kleine Ringe sind dafür notwendig", erzählte Börgel, der im normalen Leben als Biochemiker arbeitet. Einziger Bad Dübener unter den Händlern an der Burg war Korbmachermeister Mike Heßler, der einen Gründerzeitstuhl aus dem Jahr 1900 bespannte.

Die Besucher erlebten am Fuße der Dübener Burg eine historische Zeitreise durch das Mittelalter. Denn auch Messerschleifer, Brettchenweber, Gaukler und Feuerschlucker hatten ihre Zelte aufgeschlagen. Ein Teil des geplanten Programms fiel allerdings dem Wetter zum Opfer. "Wir sind extra aus Mockrehna gekommen, um uns den Mittelaltermarkt anzuschauen. Leider zeigte sich das Wetter nicht gerade von seiner schönsten Seite und das ganze Gelände ist nach dem Regen ganz schön aufgeweicht. Trotzdem haben sich alle Mühe gegeben", sagte Isolde Heinrich. Doch nicht alles, was angekündigt wurde, war aufgebaut. So vermissten vor allem Kinder die Krippe mit den lebensgroßen Figuren Jesus von Nazareth, seiner Mutter Maria und seinem Ziehvater Joseph von Nazareth. "Uns fehlt etwas das weihnachtliche Flair", sagte Besucher Andreas Haufe, der aus Wittenberg einen Abstecher in die Kurstadt machte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.12.2014

Von Steffen Brost

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