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Bad Düben Bad Dübens Windmühlenweg wird immer mehr zur Raserstrecke
Region Bad Düben Bad Dübens Windmühlenweg wird immer mehr zur Raserstrecke
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06:00 24.04.2017
Tom Kallenbach und Vicky Schäfer vom Polizeiposten Bad Düben bei einer Geschwindkeitskontrolle im Windmühlenweg. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Rings um den Bad Dübener Windmühlenweg heißt es seit Oktober: Runter vom Gas. Seit Ende des Straßen-Ausbaus gilt die Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde (km/h). Vielen Autofahrern und Radfahrern ist zudem nicht immer bewusst, dass in der beruhigten Verkehrszone im Kurstadt-Norden an den Kreuzungen rechts vor links gilt. „Wir beobachten immer wieder, dass viele Verkehrsteilnehmer die geänderte Vorfahrtsregelung missachten oder einfach nicht daran denken. Man kann schon von Glück reden, dass es bisher nicht zu schwerwiegenden Verkehrsunfällen gekommen ist“, sagte Polizeioberkommissar Tom Kallenbach.

Polizei kontrolliert regelmäßig

Regelmäßig steht der Polizist mit seiner Kollegin, Polizeihauptmeisterin Vicky Schäfer, in dem Wohngebiet und misst per Laserpistole die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Erst vergangene Woche wurden innerhalb von nur einer halben Stunde sechs Fahrzeugführer mit überhöhter Geschwindigkeit aus dem Verkehr gezogen. Zwei wurden mündlich belehrt, vier mit einem Verwarngeld in Höhe von 15 bis 25 Euro belegt. „Viele wissen nicht, dass man an den Kreuzungsbereichen nicht rechtzeitig zum Stillstand kommt, wenn man mit mehr als 30 Stundenkilometer unterwegs ist“, weiß Kallenbach aus Erfahrung. Das könne zu gefährlichen Situationen führen, wenn anderen Autofahrern Vorfahrt zu gewähren ist.

Straße ist grundhaft ausgebaut

Seit rund einem halben Jahr rollen die Fahrzeuge auf dem grundhaft ausgebauten Windmühlenweg. Seit dem gelten für Fahrzeuge, Radler und Fußgänger auch veränderte Verkehrsregelungen. Die Anlieger hatten sich vor Baubeginn im Jahre 2015 bei einer Anliegerversammlung für die Beschilderung des Windmühlenweges als Tempo-30-Zone ausgesprochen. In der Brunnenstraße südlich des Windmühlenweges galt Tempo 30 schon zuvor. „Das gesamte Siedlungsgebiet zwischen Windmühlenweg, Gustav-Adolf-Straße und Schmiedeberger Straße ist jetzt eine Tempo-30-Zone. An den Zufahrten sind die 30er-Schilder ordnungsgemäß aufgestellt. Mit der Umwidmung wurden auch etliche Straßenschilder überflüssig, da in einem solchen Bereich automatisch die Vorfahrtsregelung rechts vor links gilt“, sagte Kallenbach. Die Polizei rät in diesem Gebiet zu erhöhter Aufmerksamkeit. „Durch die Macht der Gewohnheit der vergangenen Jahre haben – obwohl die Veränderungen bereits ein halbes Jahr gelten – noch nicht alle Verkehrsteilnehmer mitbekommen. Viele denken aber auch nicht daran. Deshalb empfehlen wir immer, mit Vorsicht an den Kreuzungsbereich heranzufahren und nicht die Vorfahrt mit Gewalt zu erzwingen, um Zusammenstöße zu vermeiden“, so Vicky Schäfer.

Anwohner froh über Regelung

Den Anwohnern gefällt die Geschwindigkeitsreduzierung. Für Herbert Schmidt hätte die beruhigte Verkehrszone viel eher kommen können. „Hier wird vor allem in den Abendstunden ganz schön gerast. Abends müsste sich die Polizei mal hinstellen und die Raser zur Kasse bitten“, forderte der Anwohner. Auch in Zukunft wollen die Beamten regelmäßig im Wohngebiet stehen und die Geschwindigkeiten überprüfen. „Leider können wir nicht rund um die Uhr da sein. Aber wir werden verstärkt Präsenz zeigen“, verspricht Kallenbach.

Von Steffen Brost

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