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Bad Düben Bad Dübens „Würfel“ soll abgerissen werden
Region Bad Düben Bad Dübens „Würfel“ soll abgerissen werden
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16:35 11.03.2018
Die Fenster des Würfels am Schalm 4a weisen schon auf die Kleiderbörse am Samstag hin. Quelle: Foto: Steffen Brost
Bad Düben

Für Katja Sonntag und ihr Team ist das als „Würfel“ bekannte Gebäude Am Schalm 4a in Bad Düben ein gern genutzter Ort, um zweimal im Jahr Kinderkleiderbörsen anzubieten, bei denen Interessierte gut erhaltene Kleidung in kleinen bis großen Größen günstig erwerben können. Am Sonnabend ist es von 9 bis 12 Uhr wieder soweit.

Um das Umfeld für Verkauf und Lagerung ansehnlich zu gestalten, packen die Organisatoren, allesamt Eltern aus Kindergärten in Bad Düben, Oranienbaum, Hohenprießnitz, Kossa und Eilenburg, im Vorfeld zu Lappen und Besen. Diesmal verlief die Aktion wegen der Kälte im kleinen Rahmen. Dass das Interesse riesig sein wird, weiß Katja Sonntag schon. Sie ist froh, dass sie das Gebäude nutzen können, andere Objekte gäbe es kaum. 10 Prozent des Erlöses gehen im Frühjahr an die beteiligten Kitas, im Herbst an eine gemeinnützige Stiftung.

Investitionsstau im Würfel ist riesig

Bei weitem nicht so rosig sieht in puncto Gebäude-Substanz aus. Der 1988 errichtete und ungenutzte Plattenbau ist stark sanierungsbedürftig, die anfangs avisierten Kosten im unteren fünfstelligen Bereich sind auf rund 300 000 Euro allein für die untere Etage angestiegen, Sanitär und Elektroleitungen müssten komplett neu verlegt werden, es gibt erhebliche Brandschutzauflagen.

2017 wurde die geplante Sanierung deshalb auf Eis gelegt. Die Frage nach der Zukunft des Würfels aber steht. Die Notwendigkeit einer neuen Begegnungsstätte hat sich in den letzten Jahren mit dem abgeebbten Flüchtlingsstrom relativiert. Die Awo werde mit dem „Märchenland“ nach Umzug in den neuen Hort nicht sofort komplett mit Kita, Krippe und Begegnungsstätte ins „Spatzenhaus“ umziehen können. Unklar sei zudem, wie dieses künftig gestaltet wird.

Als Reserve-Objekt spielt der Würfel zwar noch eine Rolle, so Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), als Kita oder Begegnungsstätte habe das Haus aber kein Potenzial. „Es wird ein Abriss erfolgen, die Frage ist wann“, so Münster und denkt dabei „eher in Richtung 2024.“

Von Kathrin Kabelitz

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