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Bad Dübens „Würfel“ wird ein Begegnungszentrum

Plattenbau-Pläne Bad Dübens „Würfel“ wird ein Begegnungszentrum

Bis August soll wieder Leben in den solgenannten „Würfel“ in Bad Düben, einem DDR-Plattenbau im Postweg, einziehen. Unter Regie der Diakonie soll dort eine Begegnungsstätte eröffnet werden. Hier sollen alle Bereiche einziehen: von der Fahrradwerkstatt über die Spendenkammer bis hin zu Räumen für Deutschkurse, Veranstaltungen und Kochabende.

Noch in diesem Jahr soll der „Würfel“ im Postweg wieder nutzungsfähig gemacht werden. Hier soll dann unter anderem die Begegnungsstätte untergebracht werden.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Hinter den Kulissen wird bereits intensiv an der Zukunft des „Würfel“ im Postweg in Bad Düben geplant. Wie Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) informierte, soll bis zum Beginn des neuen Schuljahres am 8. August wieder Leben in den einstigen DDR-Plattenbau einziehen. Im Postweg, wo die Arbeiterwohlfahrt die Begegnungsstätte und die Diakonie derzeit noch eine Spendenkammer für Flüchtlinge, Fahrradwerkstatt und Büros betreiben, wird bereits an den Umzug gedacht. Im neuen Domizil wird alles noch geräumiger. Immerhin hat das Haus 310 Quadratmeter Nutzfläche und ein 1900 Quadratmeter großes Grundstück.

„Im neuen Schuljahr brauchen wir den Platz für neue Hortplätze“, so Münster mit Blick auf das Objekt an der Kita „Märchenland“. „Das zieht eine Nutzungsänderung nach sich. Sobald die Genehmigung da ist, wollen wir umbauen. Erst wenn die Begegnungsstätte raus ist, können Hortplätze entstehen. Der Zeitplan ist sehr eng. Denn die Umbauten in der Begegnungsstätte und im Würfel müssen bis August erledigt sein. Der Zeitplan ist ehrgeizig, aber nur so macht es Sinn.“

Eine untere fünfstellige Summe will die Stadt in den Umbau investieren, das Gebäude sozusagen nutzungsfähig machen. „Der Zweigeschosser ist in einem relativ guten Zustand. Wasser, Abwasser und Elektro müssen überprüft und auf technisch ordentlichen Stand gebracht werden. Alles, was Innenausbau und Renovierung betrifft, soll von den Flüchtlingen gemacht werden. Ab 14. April ist unser Haushalt hoffentlich rechtskräftig, dann soll es losgehen“, so Münster weiter.

Für Michael Marschall vom Diakonischen Werk Delitzsch/Eilenburg bedeutet der Umzug Licht am Ende des Tunnels. Schon seit Monaten platzen die jetzt genutzten Räume aus allen Nähten. Vor allem, seitdem dort die Spendenkammer eingerichtet ist. „Wir sind an unsere Grenzen angekommen. Wir brauchen wieder etwas mehr Luft. Sobald der Umzug hinter uns liegt, gibt es auch neue Projekte und Ideen“, plant Marschall.

Platz ist im neuen Domizil dann mehr als genug. Hier sollen alle Bereiche einziehen: von der Fahrradwerkstatt über die Spendenkammer bis hin zu Räumen für Deutschkurse, Veranstaltungen und Kochabende. Auch für die Begegnungsstätte, die derzeit noch von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird, gibt es konkrete Ziele. „Die Begegnungsstätte wird an die Diakonie übergeben. Dazu gab es bereits intensive Gespräche. Sie sind der Hauptnutzer der Räume. Da macht es Sinn, wenn sie auch gleich die Begegnungsstätte mit betreuen“, sagte Barbara Paul von der Stadtverwaltung.

1988 wurde der Würfel als Plattenbau gebaut. Er diente in der oberen Etage einem Friseurunternehmen. Unten war die Stadtbibliothek eingerichtet. 2011 übernahm die Arbeiterwohlfahrt die Bibliothek und zog mit Büchern und Mitarbeitern ins Jugendhaus „Poly“ in den Windmühlenweg. Auch der Friseur wechselte seinen Platz. Seitdem stand das Gebäude leer. Zahlreiche Versuche, das Haus anderweitig zu nutzen, scheiterten.

Von Steffen Brost

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