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Bad Düben Bad Dübens früherer Waldkrankenhaus-Chef Hans Funk wird 80 Jahre alt
Region Bad Düben Bad Dübens früherer Waldkrankenhaus-Chef Hans Funk wird 80 Jahre alt
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12:41 05.04.2016
Hans Funk hat viele Bücher, Broschüren und Hefte über die Geschichte der Dübener Heide publiziert. Quelle: Nico Fliegner
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Bad Düben

Wie wäre es um die Geschichtsschreibung in der Dübener Heide bestellt, gäbe es Hans Funk nicht? Wohl eher dürftig. Vergangenes aufarbeiten, um künftigen Generationen etwas zu hinterlassen – das ist sein großes Verdienst. Am Mittwoch wird der gebürtige Delitzscher, der neun Jahre lang ökonomischer Direktor des Dübener Waldkrankenhauses war, 80 Jahre alt.

Hans Funk hat es vorsichtshalber noch mal mitgebracht – sein letztes großes Werk widmete er der Postgeschichte der Stadt Bad Düben. Zehn Jahre hat der Heimatforscher daran gearbeitet. Herausgekommen ist eine hundert Seiten umfassende Broschüre, reich bebildert. Für Fotos hat Hans Funk ein Auge. Schließlich absolvierte er zunächst eine Lehre als Fachverkäufer für Foto-Optik in Delitzsch, machte 1950 Karriere bei der HO als Bereichsleiter, studierte dann Wirtschaftswissenschaften in Leipzig. 1981 übernahm er den Direktoren-Posten im Waldkrankenhaus – bis 1990. Bad Düben war und ist mit zwei kurzen Unterbrechungen seit über 50 Jahren sein Arbeits- und Lebensmittelpunkt. Hier gründete er eine Familie und tauchte immer wieder mit großer Hingabe in die Geschichte dieser Region ein. Seine Steckenpferde sind die Münzkunde, das Sammeln historischer Ansichtskarten und Poststempel sowie die Heimatforschung. Auch am Aufbau des Museums auf der Burg Düben war er an der Seite des Gründers Willy Winkler beteiligt. „Winkler sagte: Du hast zwar zwei linke Hände, aber ich brauche einen, der die Vitrinen gestaltet und die Texte schreibt“, erinnert sich Hans Funk. Da war er der beste Mann. Privat traf ihn 1974 ein harter Schicksalsschlag: Sein Sohn Matthias starb im Alter von zehn Jahren. Für sonnige Momente sorgen Tochter Andrea und Sohn Alexander mit ihren Familien.

Die Bibliografie seiner Veröffentlichungen verdeutlicht sein vielfältiges Wirken: Hunderte Beiträge in Zeitungen, Broschüren und Büchern, eigene Bücher, zum Beispiel über die Geschichte der Sparkassen im ehemaligen Landkreis Delitzsch und der Stadt Bad Düben. Hinzu kommen Porträts über Künstler und Fachartikel über das Notgeld. Nach der Wende schrieb er eine Zeit lang für die Heimatbeilage der Leipziger Volkszeitung, die ihn 1999 als „Botschafter der Dübener Heide“ würdigte. Vor der Wende war Hans Funk im Kulturbund engagiert, danach im Heimatverein Bad Düben. Zudem ist er Gründungs- und Ehrenmitglied des Vereins Dübener Heide, leitete viele Jahre die Vereinszeitschrift.

„Er hat in herausragender Weise zur Erforschung der Geschichte unseres Vereins beigetragen“, sagt der Vorsitzende Axel Mitzka, der seinen „stets kritischen Blick und Rat“ schätzt. Und auch der Ehrenvorsitzende Herbert Meyer lobt: „Sein umfangreiches Wissen um unsere Heimat und seine Forschungen sind für den Verein wertvoll.“

Und was sagt der Jubilar zum Jubiläum? „80 – das ist schon ein ganz schönes Alter.“ Zufrieden sei er, aber aufwendig recherchierte Bücher werde es nicht mehr von ihm geben, „vielleicht noch kleinere Artikel“. Und dankbar zeigt er sich „über die wohltuende Arbeit zusammen mit anderen Heimatforschern“. Seinen Geburtstag wird Hans Funk, der geschieden ist, am Samstag im Kreis der Familie, zu der inzwischen auch drei Enkel und zwei Urenkel gehören, sowie mit Freunden und Weggefährten in der Gutsscheune in Schwemsal feiern.

Von Nico Fliegner

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