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Bad Dübens neuer Kurdirektor kommt aus der Schweiz

Bad Dübens neuer Kurdirektor kommt aus der Schweiz

Wenn morgen Abend der Stadtrat in Bad Düben tagt, wird mit Ole Hartjen ein neues Gesicht als Gast dabei sein. Der designierte Nachfolger von Kurdirektor Reiner Heun soll nach dem Kreistag, der heute tagt, am Donnerstag auch vom Dübener Stadtrat die Zustimmung zur Bestellung als Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft Dübener Heide erhalten.

Bad Düben. Neben der Stadt, die 29 Prozent der Gesellschafteranteile hält, ist in dieser GmbH der Landkreis mit 51 Prozent vertreten. Den Rest der Anteile hält die Sparkasse Leipzig.

Die Gesellschafterversammlung der Kurbetriebsgesellschaft hatte sich bereits am 9. Juli, vorbehaltlich der Zustimmung der Gesellschafter, für den 49-Jährigen ausgesprochen. Ole Hartjen, der einen sattelfesten Hintergrund sowohl hinsichtlich Betriebswirtschaft als auch in der Hotellerie mitbringt, hatte sich unter 24 Bewerbern durchgesetzt. Er absolvierte unter anderem das Kader-Betriebswirtschaftsseminar an der Universität St. Gallen. Bereits 1990 verschlug es den Deutschen aus beruflichen Gründen nach Zürich. 2001 kehrte er aber nach Deutschland zurück, managte zunächst das Park Plaza Hotel in Wittenberg mit 171 Zimmern, später auch das Vier-Sterne-Superior Steigenberger Hotel Sonne in Rostock. Später wechselte er erneut in die Schweiz, zeichnete hier unter anderem für das Lindner Grand Hotel Beau Rivage in Interlaken verantwortlich, war zuletzt fast sieben Jahre lang Direktor der Congress Centre Kursaal Interlaken AG und gab diesen Posten Ende 2014 auf.

Ein in der Hotellerie renommierter Personaldienstleister hatte zunächst vier Bewerber für die finale Runde in Bad Düben ausgewählt. Drei davon durften sich dann im Mai in einer 60-minütigen Präsentation vorstellen. Etwas kürzer wird seine Vorstellung im morgigen Stadtrat ausfallen.

Ole Hartjen, der am 1. Januar seinen Dienst antritt und die Kurbetriebsgesellschaft bis zum Ausscheiden von Reiner Heun am 29. Februar mit diesem gemeinsam vertritt, wird morgen Abend aller Voraussicht nach viele Feuerwehrleute unter seinen Zuhörern haben. Denn unmittelbar nach seiner Vorstellung steht der Umbau des Feuerwehrgerätehauses Tiefensee auf der Tagesordnung. Dieses Projekt bewegt nicht nur viele Feuerwehrkameraden, sondern sorgte schon im Vorfeld für reichlich Diskussionsstoff. Der Beschlussantrag der Stadtverwaltung sieht nun vor, dass das Feuerwehrgerätehaus für insgesamt 524 000 Euro in diesem und im nächsten Jahr gebaut wird. Als Eigenanteil der Stadt werden dabei 334 000 Euro veranschlagt. Das sind trotz einer Reduzierung der Nutzfläche 59 000 Euro mehr, als ursprünglich gedacht. Verursacht wird dies durch eine geringer als erhofft ausfallende Förderung.

Anschließend steht die Verlängerung der Frist zur Vorlage des Finanzierungsnachweises in puncto Schloss Schnaditz an. Diese ist notwendig, da der Investor aufgrund der noch immer nicht erteilten Baugenehmigung noch keine abschließende Darlehensgewährung vorlegen kann. An den ursprünglichen Plänen, vier Millionen Euro in den Umbau zu investieren und dort neben einem Restaurant auch 28 Ferienappartements zu schaffen, hat sich aber nichts geändert.

Danach haben die Stadträte noch den Auftrag zum Ausbau des Windmühlenweges zu vergeben. Zudem sind die Positionen der Abgeordneten zur Nachnutzung von Hallen in der ehemaligen Heidekaserne, zu einem Bebauungsplan für eine Teilfläche am Hammerweg, zum Austritt aus dem Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen, zur Bewerbung des Vereins Dübener Heide als Ausrichter des Sächsischen Wandertages 2017 und zu einer Änderung in der Personalstruktur der Stadtverwaltung gefragt. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Ratssaal.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.08.2015
Ilka Fischer

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