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Bad Düben Bad Dübens neues NaturSportBad bekommt ein Gerüst aus Stahl
Region Bad Düben Bad Dübens neues NaturSportBad bekommt ein Gerüst aus Stahl
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12:16 07.05.2018
Eine Baufirma aus Borsdorf bei Leipzig montiert die Bewehrung für die neuen Betonteile an den Seitenwänden des neuen Beckens. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Ein Vermessungstrupp vermisst neue Koordinaten im Freibad Hammermühle. „Die brauchen wir, um später ganz genau arbeiten zu können. So ermitteln wir, wo die Kanäle und Leitungssysteme, die wir für die neue Anlage benötigen, eingebaut werden müssen“, erklärt Bauleiter Stefan Küllmer von der Entwicklungs- und Planungsgesellschaft für ökotechnische Anlagen aus Neu-Eichenberg.

Mitte Mai kommt der Technikschacht des neuen NaturSportBades

Der Experte hat den Zeitplan fest im Blick. Er ist erfahren, baut seit über 20 Jahren solche und andere Anlagen. „Aktuell bereiten wir den Einbau des Bodenfilters vor. Dazu gehört auch ein großer Technikschacht, der Mitte Mai komplett unterirdisch eingebaut wird. Er wird in drei Teilen geliefert, wiegt 107 Tonnen, ist 10 Meter lang, 5,50 Meter breit und 2,20 Meter hoch. Darin wird die biologische Wasseraufbereitung gesteuert“, so Küllmer weiter. Die Wasserbecken werden künftig von zwei Brunnen wechselseitig gespeist. Das Wasser muss erst durch die biologische Wasseraufbereitung, damit die eisen- und manganhaltigen Substanzen ausgefiltert werden können, bevor es in die Becken laufen kann.

In den Wasserbecken laufen derzeit die Vorbereitungen für die neue Beckenform und die noch zu erstellenden Seitenwände. „Wir stehen vor den Stahlbetonarbeiten. Die Beckenköpfe wurden bereits gekürzt. Obendrauf wird später eine Rinne gesetzt, wo sich dann der Überlauf für das Wasser befindet. Auch wenn das Becken kleiner als das alte wird, wirkt es durch den Überlauf größer“, weiß Küllmer.

Die alten Schwimmbecken sind aufgebaggert. In den nächsten Wochen wird die neue Form eingebaut und später alles mit einer riesigen Folie ausgekleidet. Quelle: Steffen Brost

Stahlbewehrung als Grundlage für neues Schwimm-Becken im Freibad

Eine Borsdorfer Baufirma baut derzeit die Stahlbewehrung zusammen, die dann in die Stahlbetonwände eingezogen wird. Die Betonwände werden rings um das Wasserareal gebaut, mit Ausnahme des Strand- und Flachwasserbereiches. „Die Wände ziehen wir ein, weil die alten Wände schräg sind. Das müssen wir rings herum begradigen, damit die Technik für den Überlauf funktioniert“, weiß Küllmer. Später wird der Wasserbereich mit einer Spezialfolie ausgekleidet.

Für 2,5 Millionen Euro entsteht bis Mai 2019 ein ökologisches und barrierefreies Natursportbad. Hier sollen zukünftig auch Jugendintegrationsprojekte wie „Sport statt Gewalt“ oder „Grünes Klassenzimmer“ durchgeführt werden. Geplant sind auch alters- und multikulturelle Familiencamps. Auch acht sogenannte Fässer als Schlafobjekte sind geplant.

Von Steffen Brost

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