Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Bau- und Haustechnik übernimmt ehemalige NVA-Sporthalle in Bad Düben
Region Bad Düben Bau- und Haustechnik übernimmt ehemalige NVA-Sporthalle in Bad Düben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 10.09.2016
Derzeit wird die marode Fensterfassade der einstigen Sporthalle wieder auf Vordermann gebracht. Quelle: Steffen Brost
Anzeige
Bad Düben

In der Sporthalle der ehemaligen Nationalen Volksarmee (NVA) in Bad Düben zieht wieder Leben ein. Das Unternehmen Bau- und Haustechnik hat das Objekt in der Schmiedeberger Straße vom Besitzer erworben und will dorthin die Sparte Stahlbau verlagern. Doch zuvor galt es etliche bürokratische Hürden zu nehmen. Denn in diesem Teil der Stadt war Gewerbe anfangs nicht einfach anzusiedeln. Dafür bedurfte es einiger Schritte der Stadtverwaltung.

Neues Gewerbegebiet

„Wir werden hier ein kleines Gewerbegebiet ausweisen. Das erstreckt sich künftig zwischen der Bundespolizei und dem Fußweg, der die Durchwehnaer Straße und die Schmiedeberer Straße verbindet“, sagte Bad Dübens Bauamtsleiterin Heike Dietzsch. „Derzeit haben wir alle Vorkehrungen getroffen, einen Bebauungsplan zu erstellen. Das dürfte in den nächsten drei bis vier Wochen soweit sein. Danach setzen wir uns mit allen Grundstückseigentümern an einen Tisch und werden die geplante Entwicklung besprechen. Auch die vom Eigentümer vorgesehenen Sicherungsarbeiten an der Sporthalle sollen durch den Bebauungsplan ermöglicht werden.“

Unternehmen wartet auf Zusage

Für Rudolf Schäfer, Geschäftsführer der Bad Dübener Bau- und Haustechnik, bedeutet das Licht am Ende des Tunnels. Denn das Unternehmen wartet bereits auf die Zusage und will in der Ex-NVA-Halle seinen firmeneigenen Stahlbau unterbringen. „Das haben wir bisher in der Eilenburger Straße gemacht. Doch die dortigen Räume haben nur eine Höhe von 3,50 Meter. Deutlich zu niedrig, was wir normalerweise benötigen. In der ehemaligen Sporthalle sind bis zu sieben Meter Höhe vorhanden, was uns auch den Einbau eines Portalkranes ermöglichen wird. Außerdem haben wir in der Schmiedeberger Straße auch eine doppelte Nutzfläche zur Verfügung“, sagte Schäfer. Bis dort die ersten Stahlbauteile fertig sind, dauert es noch ein Weilchen. Bis dahin muss die Sporthalle wieder auf Vordermann gebracht und alte Umkleideräume werden zu Büroräumen umgebaut.

Sporthalle mit Geschichte

Die Sporthalle hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach ihrem Bau Anfang der 1970er-Jahre trainierten bis Ende der 19890er-Jahre neben den Soldaten der Unteroffiziersschule Harry Kuhn auch junge Sportler in den Sportarten Fechten, Leichtathletik und Gerätturnen in sogenannten Trainingszentren, um die besten Sportler von hier aus zu den Sportschulen des Armeesportklubs zu delegieren. Nach der Wende wurde die Halle nur noch kurzzeitig genutzt. Ideen, sie später wieder zu nutzen, konnten aufgrund der notwendigen und umfangreichen Sanierung nicht finanziert werden. Jahrelang stand die Halle leer, bis sie ein Investor erwarb. Er überließ sie dann einige Zeit dem benachbarten Reitverein Heidehof als Reiterhalle.

Von Steffen Brost

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn am kommenden Sonntag der bundesweite Tag des offenen Denkmals im Kalender steht, dann öffnen auch in Nordsachsen zahlreiche sonst unzugängliche historische Bauten ihre Pforten. Und nicht nur das: Vielerorts verspricht ein buntes Programm rund um den Denkmaltag viel Sehens- und Hörenswertes.

10.09.2016

Das Rote Haus an der Bundesstraße 2 war viele Jahrzehnte eine der gefragtesten Ausflugslokale vor den Toren der Dübener Heide. Zuletzt war die Gaststätte zu. Jetzt gibt es aber einen neuen Pächter, der dem Lokal wieder neues Leben einhauchen will. Der Leipziger Bodo Voigt ist der neue Betreiber und ehrgeizige Pläne.

09.09.2016

Die Offenlegung des Deubitz-/Schleifbaches auf einer Länge von einem reichlichen Kilometer zwischen dem ehemaligen Schenkteich und dem ehemaligen Mühlteich in Kossa wird derzeit geplant. Zudem soll das Abwassersystem erneuert werden und Straßenbaumaßnahmen stehen bevor.

08.09.2016
Anzeige