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Bauamt gibt gesperrte Turnhallen frei

Bauamt gibt gesperrte Turnhallen frei

 Bad Düben. Vorsorglich hatten Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) und das städtische Bauamt am Wochenende die Turnhallen Windmühlenweg und Durchwehnaer Straße für den Sportbetrieb gesperrt.

Grund waren die massiven Schneefälle, die sich mit dem Tief Daisy angekündigt hatten. Doch das befürchtete Chaos blieb aus.Dennoch kontrollierten Markus Krisch vom Bauamt sowie Architekt Axel Paak gestern Vormittag die Dächer der Bad Dübener Sportstätten. Der Sportunterricht an der Mittelschule war deshalb bis 9.30 Uhr ausgesetzt. Kurz nach neun Uhr stiegen Krisch und Paak schließlich auf das Turnhallendach des Schulkomplexes. Allein die Sporthalle der Mittelschule weist eine Dachfläche von rund 400 Quadratmeter auf. Bei starken Schneefällen kann die Last zu Problemen führen.„Beim Bau solcher Objekte legt man eine Schneelast bis zu 75 Kilogramm pro Quadratmeter zugrunde. Das entspricht einer Schneehöhe von etwa 37 Zentimeter, sagte Paak. Doch beim Blick vom Schulgebäude auf das Turnhallendach befürchtete der Experte eine Höhe von mindestens 40 Zentimeter. Das wäre zu viel und Räumdienste hätte das Dach von der weißen Pracht befreien müssen. Also musste eine Leiter her. Direkt auf dem Dach wollten die Experten die Schneehöhe exakt nachmessen, um eventuelle Maßnahmen zu ergreifen. Doch eine Prüfung ergab schließlich lediglich 20 Zentimeter im Durchschnitt. „Die Höhe stellt überhaupt kein Problem dar. Allerdings sollte man einen Blick auf den Wetterbericht haben, denn wenn Tauwetter angekündigt wird, müssten wir eventuell doch dem Schnee auf den Dächern mit Schiebern zu Leibe rücken“, sagte Paak.Pünktlich zur dritten Stunde konnte schließlich der Sportunterricht an der Schule beginnen. Minuten später wurde die Leiter an die Turnhalle in der Durchwehnaer Straße angelegt. Die besondere Bauweise, das Gebäude wurde im Zuge der Errichtung der NVA-Dientstelle 1972 gebaut, machte auch hier eine Vor-Ort-Kontrolle erforderlich. Doch auch hier lagen im Durchschnitt nicht mehr als 22 Zentimeter Pulverschnee auf dem Dach. „Da hier die Entwässerung in der Halle eingebaut ist, sollte man bei Tauwetter darauf achten, das die Einlauf-stellen nicht mit Dreck zu sind. Denn das reine Wasser stellt dann eine hohe Belastung dar. Gegebenenfalls müsste man auch hier das Dach etwas von der Schneelast befreien. Aber aktuell besteht hier keine Gefahr und der Sportbetrieb kann ohne Einschränkungen aufrecht erhalten werden“, so Paak. Die Sporthalle am Kirchplatz benötigte lediglich einer kurzen Sichtkontrolle. „Hier handelt es sich um ein Spitzdach, auf dem der Schnee nicht in solchen Mengen liegen bleibt, wie es beim Flachdach passiert. Durch die Schräge rutscht der Schnee von selbst vom Dach“, erklärte Paak. Grund für die zusätzlichen Kontrollen: Vor vier Jahren war in Bad Reichenhall nach massiven Schneefällen das Dach der Eislaufhalle eingestürzt. Es gab fünf Tote und zahlreiche Verletzte. Die Konstruktion hielt der Schneelast nicht mehr stand. Jedoch begründeten damals Experten, das Baupfusch die Katastrophe ausgelöst hatte.  Teile des Tiglitzer Forst dicht Aus Sicherheitsgründen ist derzeit das Betreten des Geländes der Schützengilde im Tiglitzer Forst für Mitglieder und Vereinsfremde verboten. Alle geplanten Schießveranstaltungen fallen vorerst aus, betroffen davon sind zunächst die beiden Termine an diesem und am nächsten Sonntag. Grund sind die Wetterverhältnisse. „Wir haben zurzeit keine Räumtechnik, außerdem besteht im Waldgebiet die Gefahr von Schneebruch“, so Thomas Bock. Der Vereins-Chef ist der Einzige, der in Ausnahmefällen Arbeits- und Sicherungsmaßnahmen genehmigen dürfte. Bei Zuwiderhandlungen übernehme der Verein keine Haftung. Wieder frei sind ab heute Bereiche, die die Stadtverwaltung am Freitag vorsorglich sperren ließ. Dies betreffe jene vom Waldkrankenhaus beziehungsweise Reha-Zentrum in Richtung Kurpark und weiter bis zum Obermühlenteich. Mitarbeiter des Bauhofes hatten dazu rote Absperrbänder angebracht. Freien Zugang haben Besucher auch wieder zum Landschaftsmuseum und Burggelände.

Steffen Brost/Kathrin Kabelitz

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