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Bauhof in Bad Düben wird abgewickelt

Bauhof in Bad Düben wird abgewickelt

Der Stadtrat von Bad Düben hat am Donnerstagabend das Aus für den kommunalen Bauhof beschlossen. In geheimer Abstimmung (Begründung: kein Fraktionszwang) votierten 10 von 16 Abgeordnete für Variante B, wonach die kompletten Leistungen des Bauhofs an externe Firmen vergeben werden, dieser damit abgeschafft wird.

Blick auf das Betriebsgelände des Bauhofs.

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. 5 Stadträte stimmten für Variant A; danach sollte der Bauhof erhalten werden und lediglich Mäh- und Winterdienstarbeiten ausgelagert werden. Eine Stimme wurde für ungültig erklärt.

Zuvor lieferten sich die Stadtverordneten einen heftigen Schlagabtausch. Während sich insbesondere der Bürgerkreis, die FDP und Stadtchefin Astrid Münster (FWG) für den Erhalt des Bauhofs aussprachen und konstatierten, dass die Kommune auch eine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern habe, machten Vertreter der CDU/SPD-Fraktion auf die prekäre finanzielle Lage der Stadt aufmerksam, die sich folglich einen Bauhof nicht mehr leisten könne. Dieser kostet pro Jahr etwa 500.000 Euro. Mit der Komplettvergabe würde die Stadt in den folgenden zehn Jahren etwa 1,7 Millionen Euro einsparen. Die Linke sprach sich letztlich für den Erhalt der Arbeitsplätze aus, ohne anzugeben, ob der Bauhof bei der Stadt bleiben soll.

Bis September nächsten Jahres wird der Bauhof noch Bestand haben, frühestens ab 1. Oktober könnte nach Angaben der Bürgermeisterin erstmals eine Fremdfirma beauftragt werden. Die soll auch das komplette Personal - derzeit sind es elf Beschäftigte - übernehmen. Die müssten dann ein weiteres Jahr von der beauftragten Firma zu den jetzigen Konditionen beschäftigt werden. Wie der Betrieb nach Ablauf der Frist mit dem Personal weiter verfährt, ist dann dessen alleinige Sache.

Etliche Beschäftigte des Bauhofs wohnten der Stadtratssitzung bei. Sie verließen nach Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisses enttäuscht den Ratssaal.

Einen auführlichen Bericht, Meinungen und Hintergründe lesen Sie in der LVZ Delitzsch-Eilenburg am Sonnabend.

Nico Fliegner

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