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Bad Düben Baustart für Glauchas neues Feuerwehrgerätehaus
Region Bad Düben Baustart für Glauchas neues Feuerwehrgerätehaus
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10:00 16.07.2016
Maurer-Lehrling Christian Rother auf der Baustelle für das neue Gerätehaus in Glaucha Quelle: Karin Rieck
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Glaucha

Der Giebel vom Nachbarhaus bekommt den letzten Schliff. Denn auf dem Gelände, auf dem bis Mai nächsten Jahres ein neues Feuerwehr-Gerätehaus in Glaucha wachsen soll, mussten zuerst alte Gebäudeteile beseitigt werden. „Danach beginnen wir mit den Tief- und Hochbauarbeiten“, war von Mitarbeitern der K+S Bau GmbH aus Laußig zu erfahren. „Dann herrscht auch mehr Trubel auf der Baustelle.“

Schandfleck verschwindet

Viel Aufwand, auch bauplanerisch, war für das Projekt erforderlich, mit dem in der Gemeinde Zschepplin unter die Schadensliste nach dem Mulde-Hochwasser im Juni 2013 im nächsten Jahr ein Schlussstrich gezogen werden kann. „Ich freue mich“, so Baustellen-Nachbar Hans-Jürgen Mutze, „dass nebenan ein Schandfleck voller Ungeziefer verschwindet. Mit den neuen Nachbarn, den Kameraden der Feuerwehr, gibt es bestimmt keinen Streit.“ Voll des Lobes ist er außerdem für die Laußiger Maurer, die den Putz der Giebelseite seines Häuschens wieder an den Stellen, wo der Abriss Wunden hinterließ, auffrischten: „Das ist ausgezeichnete Arbeit.“

Freistaat fördert Neubau

Nun sind die knapp 20 Kameraden der Ortswehr unter Leitung von Harald Mertgen gespannt auf das, was in den nächsten Monaten vom Papier in die Praxis umgesetzt wird. Die Auftragsvergaben vom Rohbau bis hin zu den Malerarbeiten beschlossen die Zscheppliner Gemeinderäte erst vor wenigen Wochen. Der Kostenrahmen in Höhe von 640 000 Euro, der zu 100 Prozent vor allem aus Fluthilfemitteln gefördert wird, ist eng gesteckt, denn die Baupreise sind in jüngster Zeit geklettert. Zwar seien mit der Neuausschreibung von Leistungen Einsparungen möglich gewesen, erläuterte Planer Bernd Knoblich, der die Beseitigung der Flutschäden in der Gemeinde koordiniert. Eine Überzeichnung des Budgets in Höhe von zirka 30 000 Euro könne aber nur mit der Beantragung weiterer Mittel oder Abstrichen bei den Außenanlagen aufgefangen werden.

Objekt bleibt in Ortsmitte

Die Tage des viel zu kleinen und längst unmodernen alten Gerätehauses aus den 1970er Jahren sind gezählt. Es war – wie fast das gesamte Dorf Ober- und Niederglaucha – in den Jahren 2002 und 2013 von den Muldefluten überschwemmt worden. Der Neubau auf der anderen Straßenseite liegt etwas höher, bleibt aber in der Ortsmitte. Um das Gelände in der Ringstraße/Kirchweg hatte sich Ortsvorsteher Thomas Hartmann bemüht.

Von Karin Rieck

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