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Bei Bad Dübens Bad-Sanierung geht es jetzt um die Details

NaturSportBad Bei Bad Dübens Bad-Sanierung geht es jetzt um die Details

Noch ist der Fördermittel-Bescheid für den Umbau des Freibades Hammermühle zu einem NaturSportBad nicht da. Bis Jahresende soll auf dem Konto sein, was der Stadt theoretisch zugesichert wurde. Einfach abwarten aber ist nicht. Bis es in der Kasse klingelt, ist einiges an Vorarbeit zu leisten.

Solche Tonnenhäuser sollen auf dem Gelände des Bades entstehen.

Quelle: Stadt Bad Düben

Bad Düben, . Noch ist der Fördermittel-Bescheid für den Umbau des Freibades Hammermühle zu einem NaturSportBad nicht da. Bis Jahresende soll auf dem Konto sein, was der Stadt theoretisch zugesichert wurde. Einfach abwarten aber ist nicht. Bis es in der Kasse klingelt, ist einiges an Vorarbeit zu leisten. Den Hauptteil trägt die Stadt, doch auch die Arbeitsgruppe Freibad will ihren Anteil leisten. „Das ist eine Mammut-Aufgabe. Normalerweise realisieren diese in Groß-Kommunen mehrere Mitarbeiter“, ordnet AG-Chef Uwe Kulawinski (FWG) ein. Am Herzblut, mit dem er und die Mitglieder dabei sind, soll es nicht scheitern. Es habe Bedenken gegeben, das mit dem Projekt NaturSportBad das Mitspracherecht für die Arbeitsgruppe passé ist. „Dem ist nicht so“, betont er. Allerdings hat der Fördermittel-Geber, das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, klare Vorgaben für den Einsatz der 2,4 Millionen Euro gesetzt.

Das Korsett für den Umbau haben die Bad Dübener selbst gesetzt. „Das Bad hat Vorrang. Wir sind uns darüber einig, dass es eine grundlegende Neuausrichtung nicht geben soll“, sagte Kulawinski. Nach Umfragen von Oberschülern und Pächter Andreas Glewe unter Dübenern im Sommer steht eine Liste, die Positives und Negatives aufführt. „Was erstmal gefällt, sind Eintrittspreise, Essensangebot, Außenanlagen und die Schwimmtiere“, fasst Kulawinski zusammen. Als verbesserungswürdig werden Toiletten, Umkleidekabinen, Badaufsicht, Wasserqualität und Kinder-Planschbecken eingestuft. Wünsche gibt es auch: Kinder- und Wasserspielplatz, ein Sprungturm, Rutschen.

Doch was ist wie umsetzbar? Kostenfaktoren für die einzelnen Bereiche wie Bauausführung, Technik, Außenanlagen und Ausstattung wurden im Konzept aufgeführt, müssen in der Planung konkretisiert werden. Praktische Tipps holten sich Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), Markus Krisch vom Bauamt und Stadträte in Bädern, die mit Chemie betrieben haben und einen solchen Umbau bereits hinter sich haben. Immenreuth in Oberfranken und Heringen in Hessen waren kürzlich die Stationen. So wie dort gesehen, soll auch in Bad Düben ein externer Schilf-Schutzfilter, etwa 800 Quadratmeter groß, angelegt werden. Chlor zur Reinhaltung des Wassers soll nicht zum Einsatz kommen, das heißt, dass täglich vor Öffnung entsprechende Anstrengungen unternommen werden müssen .

Zur baulichen Ausführung gibt es neben der abgesetzten Schilf-Zone auch Vorstellungen, dass der Nicht-Schwimmer fließend in den Schwimmer-Bereich übergeht, es ein extra Plansch-Bereich für Kinder und eine Breitrutsche gibt. Die Wasserfläche wird in ihrer Größe etwas um die Hälfte reduziert, soll dann noch rund 1400 Quadratmeter betragen, die trotzdem Möglichkeiten des Wettkampfsports eröffnet, regte der ehemalige Bauleiter Bernd Mensel an Auch ein Sprungturm für Höhen bis drei Meter wurde als sinnvoll erachtet. Dies auch, um das Ablegen des Schwimmabzeichens zu ermöglichen. Übernachtungsmöglichkeiten soll es geben, ein Schullandheim aber nicht entstehen. Der Außenzaun soll komplett saniert werden, neue Sanitäranlagen mit separatem Zugang für Schulklassen, ein Aufenthaltsbereich, der „rund 50 Leuten Platz bietet“, gab Michael Seidel (SPD) zu bedenken. Auch die Sanierung der alten Baracke als Umkleideraum und des Parkplatzes wurden benannt.

Klar ist aber auch: Alles steht und fällt mit dem Betreiber-Konzept. „Darüber müssen wir uns Gedanken machen“, so Kulawinski. In den beiden besuchten Bädern ist jeweils die Stadt Betreiber, sind die Kantinen verpachtet. „Wir sollten darüber prüfen, wie das mit dem jetzigen Pächter funktionieren könnte.“ Ebenso geht es darum, Unterstützer zu finden, die sich beispielsweise am Kauf von Rutschen, Schaukeln oder Sprungturm beteiligen und per Tafel oder Schild als solche am jeweiligen Objekt ausgewiesen werden. Stichworte wie Integrationscamp, Naturspielplätze, grünes Klassenzimmer sind nicht ad acta gelegt. „Wir sollten uns erstmal mit dem Bad beschäftigen, dann sukzessive den Ausbau betrachten“, sagte Michael Noack (CDU).

 

Von Kathrin Kabelitz

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