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Bad Düben Jonacks und die Feuerwehr in Authausen
Region Bad Düben Jonacks und die Feuerwehr in Authausen
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00:21 15.06.2018
Seit 60 Jahren gehört Rudolf Jonack (78) der Authausener Feuerwehr an. Er ist stolz darauf, dass sein Sohn Hartmut (49) in seine Fußstapfen getreten ist. Nicht nur als Feuerwehrmann, sondern auch als Wehrleiter. Quelle: Bärbel Schumann
Authausen

Engagement in der Feuerwehr ist in vielen Familien in den Dörfern der Region selbstverständlich. Nicht selten kommt es dann auch vor, dass nachfolgende Generationen in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Auch bei den Jonacks in Authausen ist das so. Als vor einigen Tagen die Wehr ihr 85-jähriges Bestehen feierte und dabei zahlreiche Mitglieder befördert oder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden, spiegelte sich das wieder. Allen voran bei der Familie des derzeitigen Wehrleiters Hartmut Jonack.

Authausens Wehrleiter war schon als Schüler dabei

Seit über 20 Jahren steht er an der Spitze der Ortsfeuerwehr. Wie kam der 49-Jährige eigentlich dazu? „Schon als Schüler war ich in der Arbeitsgemeinschaft Brandschutz an unserer Schule und bin auch nach der Schulzeit bei der Feuerwehr geblieben“, blickt er zurück. Unterstützung für sein ehrenamtliches Engagement erhielt er auch im Elternhaus. Denn im Hause Jonack arbeitete man schon immer in den Reihen der Blauröcke mit. Vater Rudolf stand sogar viele Jahre an der Spitze der Ortswehr und blickt im Jubiläumsjahr auf 60 Jahre Mitgliedschaft in den Reihen der ehrenamtlichen Retter zurück. Er freut sich und ist stolz, dass sein Sohn die Familientradition fortsetzt und nun auch die Feuerwehr leitet. Und auch Enkel Rene ist Mitglied. Zum Jubiläum wurde er zum Hauptlöschmeister befördert.

Authausener Feuerwehr zählt 42 Mitglieder

Wie kam Hartmut Jonack eigentlich dazu, Wehrleiter zu werden? „Unsere Feuerwehr hatte nach der Wende eine schwierige Phase. Ihr Fortbestand war sogar gefährdet. Irgendwie ließ ich mich dann überreden, die Leitung zu übernehmen“, so der Authausener. Und das, obwohl er dafür noch nicht die nötige Qualifikation besaß. Also wurde die Feuerwehr-Schulbank gedrückt.

Unter den Einwohnern wurde und wird sein Engagement geschätzt, nach und nach bekam die Wehr Verstärkung von jungen Leuten. Sie zählt heute 42 Mitglieder, davon 35 aktive Feuerwehrleute, die einen hohen Ausbildungsstand haben. Jeden Dienstag um 18 Uhr ist Dienstzeit, einmal im Monat Mitgliederversammlung. Fast immer ist dann auch der Wehrleiter zur Stelle.

Hartmut Jonack legt viel Wert auf das kameradschaftliche Miteinander. Dass jeder anpackt, jeder für den anderen einsteht und ihn unterstützt, das ist Jonack wichtig. Deshalb machen nach einem Einsatz nicht nur die eingesetzten Feuerwehrleute die Technik wieder startklar und räumen auf, sondern jeder, der zur Stelle sein kann. Das gute Zusammengehörigkeitsgefühl zeigt sich aber auch an Einsätzen im Ort beim Gießen von neu gepflanzten Bäumen und der Grünanlagen, bei Aufräumaktionen, Höhepunkten im Privatleben der Mitglieder oder auch gemeinsamen Unternehmungen. Wehrleben, das Jonacks Handschrift trägt. Und er zeigt auch das nötige Verständnis, wenn aus familiären oder anderen privaten Gründen einer der Feuerwehrleute mal nicht an den Übungen oder anderen Terminen teilnehmen kann.

Für Hartmut Jonack ist es nicht immer leicht, die Aufgaben als Wehrleiter mit seinen beruflichen Interessen in Einklang zu bringen. Der selbstständige Fliesenlegermeister hat gut zu tun. Da bleibt dem zweifachen Familienvater neben der Feuerwehr keine Zeit für andere Hobbys. Muss auch nicht, denn „ich habe ja die Feuerwehr“, erzählt er. Zugleich ist er auch froh, dass seine Familie ihn bei seinem ehrenamtlichen Tun so unterstützt, denn sonst wäre manches nicht machbar.

Von Bärbel Schumann

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