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Bad Düben Beim Holzskulpturenwettbewerb im Hammerbachtal wird auch neues Köhlerliesel gekürt
Region Bad Düben Beim Holzskulpturenwettbewerb im Hammerbachtal wird auch neues Köhlerliesel gekürt
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09:38 02.08.2010
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. Die Teilnehmer des Internationalen Holzskulpturenwettbewerbes „Kunst mit Kettensägen" – nunmehr in der elften Auflage – verwandeln wuchtige Baumstämme in Kobolde, Waldgeister, Hexen oder Drachen. 

„Kunst mit Kettensägen ist mittlerweile Tradition in der Dübener Heide. Viele Skulpturen aus bisher zehn Wettbewerben zieren Plätze, Wege und Vorgärten in der Naturparkregion", freute sich Tornaus Bürgermeister Enrico Schilling. Der Erfinder, Heidemaler Wolfgang Köppe, inspizierte auch diesmal die Front der Holzkünstler. Allerdings im Rollstuhl, von Enkel Kai geschoben. „Meine Knochen machen heute nicht so richtig mit. Aber so lange Mundwerk und Geist spuren, ist das alles halb so schlimm", winkte Köppe ab. Auch die Eröffnungsworte und die Übergabe des Erinnerungs-T-Shirts ließ er sich nicht nehmen. „Das Motto heißt ,Bäume sind das Lebenselixier für Mensch und Tier‚", verkündete Köppe. Dann heulten die Kettensägen im Takt.

Tornau. An zwei Tagen im Jahr wird es laut im sonst so idyllischen Hammerbachtal in Tornau. Motorsägen knattern und Holzspäne fliegen wild umher. Die Teilnehmer des Internationalen Holzskulpturenwettbewerbes „Kunst mit Kettensägen" – nunmehr in der elften Auflage – verwandeln wuchtige Baumstämme in Kobolde, Waldgeister, Hexen oder Drachen.

Auch beim Burgkemnitzer Roland Bär. Der 64-Jährige nahm an bisher allen Kettensägen-Events teil. Für den Inhaber eines Ein-Mann-Betriebes für rustikalen Holzbau ist der Wettbewerb ein Relax-Wochenende. „Man kommt mit Gleichgesinnten ins Gespräch und macht nebenher quasi ein kleines Holzkunstwerk." In diesem Jahr wollte er den „Zahn der Zeit" ins Holz formen. Ein fünftes Heimspiel hatte der Bad Dübener Raik Zenger. Er ließ sich einen 300 Kilo schweren Kronenanlauf einer Linde ins Hammerbachtal fahren. „Für meine Skulptur ,Energie des Holzes‘ werde ich zwei Tage gut zu tun haben", sagte er. Während die einen sägten, konnten die vielen Besucher an zahlreichen Ständen mit Produkten aus der Dübener Heide auch ein Bühnenprogramm begutachten. 20 Mädchen und Jungen aus Lugansk in der Ukraine traten auf.

Das Kindertanzensemble Barrinok ist bereits fester Bestandteil des Festes und verbringt gleich noch ein paar ,Ferientage am Muldestausee. Auch diesen Auftritt verpasste Gerhard Tiegel nicht. Der Dübener Hobbyfilmer hat bereits alle anderen Feste auf Film gebannt.„Ich fühle mich fit für weitere elf Feste", witzelte der 89-Jährige. Die anschließende Kür des neuen Köhlerliesels nahm Tiegel noch mit. Der anhaltinische Landtagsabgeordente Siegfried Borgwart (CDU) durfte der Eilenburgerin Birgit Rabe die Schärpe umhängen. Und weil Vorgängerin Cornelia Gaulke noch im Urlaub war, gratulierte das Köhlerliesel 2007 Gabi Schumann.

 

Steffen Brost

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