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Bad Düben Besucher begeistert
Region Bad Düben Besucher begeistert
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21:45 23.12.2012
Der Bad Dübener Weihnachtsmarkt präsentierte sich in diesem Jahr erstmals mittelalterlich. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

"Es ist für die Bad Dübener in diesem Jahr etwas völlig neues. Einen historischen Weihnachtsmarkt gab es hier noch nie. Auch für uns ist es eine Art Premiere, so kurz vor Weihnachten hier unsere mittellalterlichen Zelte aufzuschlagen", sagte Eberahrd Hajek von der Coex-Veranstaltungs GmbH Cottbus.

Hajek ist Profi in Sachen Mittelalter. Zieht mit seinem Gefolge das ganze Jahr quer durch Ostdeutschland. Bereits im April bevölkerte er mit Spielleuten und altem Handwerk die Burg. Bei der Eröffnung am Freitag freute sich Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster über das besondere Ambiente und sagte das der historische Weihnachtsmarkt ein Versuch ist das Thema Weihnachtsmarkt in der Kurstadt neu zu positionieren. Schon Freitagabend zog Hajek ein positives Fazit. "Für den Eröffnungstag ein guter Beginn", lobte der Veranstalter. Über 35 Stände ließ Hajek rund um die Bad Dübener Burg aufbauen und versetzte damit seine Besucher in eine Welt des historischen Handels und altehrwürdiger, schon fast vergessener Handwerkskünste. Kerzenzieher und Silberschmied, Gewandmeisterinnen und Laternenbauer,Seifensieder und Kräuterfrauen, Zinngießer und viele andere fahrende nahmen die Besucher mit in die Welt althergebrachter Handwerkskünste und überlieferte Traditionen. Gaukler und Spielleute sorgten für kurzweilige Unterhaltung und Freude.

Bad Düben. Vor der historischen Kulisse der über 1000-jährigen Burg fand bis gestern der historische Weihnachtsmarkt statt. Eine Premiere der besonderen Art. Denn erstmals kam der Weihnachtsmann nicht vors Rathaus, sondern in den Burggarten.

Schon von weitem kitzelte es einem sanft in der Nase, als man sich dem Stand von Astrid Saupe näherte. Zauberdampf und Hexenkraut bot die Leipzigerin feil. In dutzenden kleinen Schachteln hatte sie die dampfenden Extrakte verteilt. "Wenn man Zedernholz ins Feuer legt, verleiht einem der Duft ein dickes Fell. Zu Weihnachten empfehle ich aber Weihrauch, Sandelholz und Styrax. Das gibt einen herrlichen weihnachtlichen Duft", schwärmte die Hobbyhexe. Gleich nebenan bot Schauster - der Lederer seine Ware feil und erklärte den Besuchern wie im Mittelalter Schuhe hergestellt wurden. "Statt Nadeln wurden damals Wildschweinborsten verwendet. Vor allem sogenannte Wendeschuhe stellte man früher her. Wendeschuhe deshalb, weil sie auf rechts genäht und später auf links gedreht wurden", erklärte Holger Rosenberg. Doch nicht nur Messermacher, Schmied und Feuermänner standen im Rund, auch für die kleinsten Besucher war gesorgt. In den vielen Ecken des Burggartens hatte der Veranstalter Märchenhäuser aufgebaut. "Ich habe schon Rumpelstilzchen, Brüdern und Schwesterchen und die sieben Geißlein entdeckt", erzählte die kleine Finja, die mit Oma und Opa zu Besuch auf dem Weihnachtsmarkt waren.

Erstmals war auch der Bad Dübener Korbmachermeister Mike Heßler mit einem Stand vertreten. "Bad Düben ist das Finale vom Weihnachtsgeschäft. Das lief in diesem Jahr nicht schlecht", so der Korbmacher. Auch der Hammermühler Verein zu Förderung der Kinder- und Jugendarbeit, kurz Kiju, schenkte drei Tage lang Glühwein und Fettbemmen aus. "Der Erlös fließt in die Neuanschaffung eines Spielgerätes für unseren großen Abenteuerspielplatz in der Hammermühle", verriet Georg Seitz. Und wer vom vielen Bummel und den vielen Vorführungen auf der Bühne Magenknurren bekam, stand gleich richtig. Denn direkt vor der Bühne lockte der Duft von gebratenem Borstenvieh, frisch gebackenem Brot, gerösteten Mandeln, Rahmflecken aus dem Holzbackofen sowie Fladen und Eierkuchen vom heißen Blech. "Mir hat der Markt sehr gut gefallen. Wir waren zum Adventstürchen öffnen und nutzten die Gelegenheit für einen Besuch", sagte Anke Heinicke aus Jesewitz. Aber auch die Bad Dübener konnten den Markt viel positives abringen. "Mal was ganz anderes. Mit gefällt das gut und der Glühwein nach altem Rezept schmeckt sehr lecker", ist Antje Ertel begeistert.

Steffen Brost

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