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Bad Düben Besucheransturm an der Grundschule
Region Bad Düben Besucheransturm an der Grundschule
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09:12 25.06.2010
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Authausen

Nach dem bunten Programm, das Eltern und Großeltern aus allen umliegenden Orten gleichermaßen begeisterte, wurde auf dem Schulhof das Thema Schulfortführung heiß diskutiert.

An jenem Abend irgendwo unweit der Schule einen Parkplatz zu finden, war fast unmöglich. Der Saal des Bürgerhauses platzte förmlich aus den Nähten. Alle Klassen der Grundschule brachten sich mit Darbietungen, die aufgrund eines dreitägigen Projektes entstanden waren, ein und freuten sich über anerkennenden Applaus. "Das Konzept der Zuhörförderung zielt darauf ab, die Sprache richtig und in angemessener Lautstärke einzusetzen und deutlich zu reden", sagte Simona Jeschke. Die Schulleiterin erklärte weiter, dass die Kinder auch darauf achten sollen, richtig zu atmen und eine korrekte Körperhaltung einzunehmen.

Zum Zuhören gehört jedoch nicht nur das Wahrnehmen von Gesprochenem, sondern auch von Lauten, die einen umgeben. Die Kinder der ersten Klasse waren zuvor durch das Dorf gelaufen und hatten mit einem Mikrofon verschiedene Geräusche aufgenommen, zum Beispiel Hundegebell, Vogelgezwitzscher und Hühnerkrähen, aber auch das Zuschlagen einer Tür, Plätschern von Wasser und Rauschen von Blättern. Ein besonderes Erlebnis war für viele Schüler, als sie mit geschlossenen Augen durch das Dorf geführt wurden und sich somit auf ihren Hörsinn konzentrierten.

Die Kinder der zweiten Klassen studierten derweil ein Schattenspiel ein, das sie mit Stabfiguren aufführten. Die ein Jahr älteren Kinder trugen mit Rollenverteilung acht Fabeln vor. Die Viertklässler hatten im Vorfeld die Druckerei Willy Winkler in Bad Düben besucht und Radioreportagen über den Arbeitsprozess verfasst, die am Dienstag vorgetragen wurden.

Nach dem Zuhörprogramm wurde es auf dem Schulhof mir frisch Gegrilltem so richtig gemütlich. Die Kinder zeigten den Gästen die Räume der Schule. Unter ihnen waren Werner Henze und Alfred Petersohn, die ihre Enkel Annika und Pia beim Programm erleben wollten. "Mein Sohn René besuchte auch die Schule und hatte die selbe Klassenlehrerin Edeltraud Meyer", erzählte Henze, der hofft, dass dieser Bildungsstandort noch lange bestehen bleibt. Das wünscht sich auch die Vorsitzende der Elternsprecher Angela Böttge. Für sie bietet die Grundschule mit familiärer Atmosphäre Geborgenheit für die Kinder. Die Lage sei auch für die Dörfer Görschlitz, Kossa, Pressel und Durchwehna ideal.

"Wir haben Turnhalle, Sportplatz, Schulgarten, Spielplatz und Horträume in unmittelbarer Nähe", erklärte Böttge weiter. In den vergangenen Jahren sei viel investiert worden. Es gebe "tolle Ganztagsangebote", eine Schulbibliothek, Computerraum und vieles mehr. Olaf Prautzsch kann sich noch gut an die Wahlen im vorigen Jahr erinnern. "Da hat man uns versprochen, dass Bildungsstandorte wie Authausen erhalten bleiben, um den ländlichen Raum zu stärken und junge Familien im Dorf zu halten", so der Kossaer Familienvater, der hofft, dass die Politiker ihr Wort halten. In dieser Sache vermisst Prautzsch auch ein besonderes Engagement der Gemeinderatsmitglieder.

hn

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