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Biber bringt Straße in Durchwehna in Gefahr

Biber bringt Straße in Durchwehna in Gefahr

Der Biber leistet zurzeit mal wieder ganze Arbeit in Durchwehna. Er staut Gewässer an, nagt an Bäumen, was nicht folgenlos bleiben wird. Jetzt soll sich das Bibermanagement des Naturparks um die nicht ganz so einfache Problematik kümmern.

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Der Biber fühlt sich ziemlich wohl in Durchwehna. Jetzt hat er den Teich in Beschlag genommen - mit Folgen für die Fauna ringsum.

Quelle: Nico Fliegner

Durchwehna. Ausgerechnet Durchwehna. Ausgerechnet der Biber - schon wieder. Denn das streng unter Naturschutz stehende Tier scheint sich in dem kleinen Heidedorf recht wohl zu fühlen. Vor einigen Jahren schon hat Meister Bockert den Schleifbach angestaut, brachte anliegende Grundstücke in Gefahr. Jetzt tummelt sich der Nager im Teich und in der Abwasserkanalisation, hat Landwirt Eckhard Meyer zumindest beobachtet und machte am Dienstag den Gemeinderat auf die Problematik aufmerksam - auch nicht zum ersten Mal, wohlgemerkt.

"Der Wasserspiegel steigt, das führt irgendwann zu einer Unterspülung der Straße", warnt Meyer. Der Biber mache so ziemlich jedes Leck, das ihn störe, naturgemäß zu. Doch das könne zu erheblichen Schäden, verbunden mit Kosten für die Allgemeinheit führen. Letztlich, so der Landwirt, drohten auch die Bäume rings um den idyllisch gelegenen Teich abzusterben. Was übrig bleibt, wenn das Gebiet dauerhaft vernässt, ist Totholz - kein schöner Anblick. Zudem würden Wiesen in dem Umfeld "absaufen", beklagt Meyer. "Ich sehe hier Gefahr im Verzug. Da muss endlich was gemacht werden."

Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) nahm den Hinweis auf, zeigte sich aber etwas ratlos in puncto schnelle Lösung. Die gibt es ja bekanntlich nicht, wenn der Biber im Spiel ist. Und die Gemeinde könne nicht ohne weiteres in Biberbauwerke eingreifen, auch wenn ein neuer Erlass des Freistaates Erleichterungen mit sich bringt.

Schneider, der zuletzt an einer Beratung des Ministeriums teilnahm, kam das Bibermanagement des Naturparks Dübener Heide in den Sinn. Das kümmert sich um Konflikte mit dem Nager. Und das hätte mit Duchwehna eine weitere Aufgabe, so das Gemeindeoberhaupt.

Die Biologin Janine Meißner, die für das Management verantwortlich zeichnet, ist gestern darüber informiert worden. Sie wolle sich jetzt mit dem Landwirt in Verbindung setzen und einen Termin ausmachen, wie sie gestern mitteilte. Sobald sie über die Lage im Bild sei, werde sie mit allen Beteiligten an einer Lösung arbeiten. Dass das funktioniert, hat sie jedenfalls in anderen problematischen Fällen in Bad Düben bereits bewiesen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.06.2013

Nico Fliegner

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