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Bad Düben Bibo - CDU bringt Kirchstraße ins Gespräch
Region Bad Düben Bibo - CDU bringt Kirchstraße ins Gespräch
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00:00 31.03.2010
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Es handelt sich um das Nachbarobjekt der Turnhalle.

Die Stadt Bad Düben und ihre Bibliothek – eine fast schon unendliche Geschichte. Die Verwaltung favorisiert den Umzug vom jetzigen Standort im Postweg 16 in ein viel kleineres Objekt auf dem Paradeplatz, wo sich zurzeit die Touristinfo befindet, sowie in die Schulen, die eine Funktion als Außenstellen haben sollen (wir berichteten). Der Widerstand gegen diese Pläne reißt nicht ab. Jetzt hat sich erstmals auch die CDU öffentlich positioniert. Stadtrat Werner Stärtzel sagte: „Eine gut funktionierende Bibliothek gehört zu einem Bildungscampus dazu.“ Laut Stärtzel müsse die Bibo künftig dort sein, wo der vom Bildungsrat der Stadt geplante Campus einschließlich Gymnasium entstehen soll. Das wäre nach jetzigem Kenntnisstand der Komplex um die Mittelschule. Doch soweit sind die Pläne längst nicht fortgeschritten. Denn bevor der Campus Realität wird, vergeht Zeit. Die Unterbringung der Bibo am Paradeplatz könne deshalb „nur eine Zwischenlösung sein“, erklärte Stärtzel. Eine andere wiederum wäre das Objekt Kirchstraße 11 in der Altstadt, nur wenige Hundert Meter entfernt vom Marktplatz, brachte Stadtrat Mike Kühne ins Spiel. Zufällig gehört ihm dieses Objekt. Er hatte es aus einer Insolvenz erworben. „Ich will nicht, dass hier der Verdacht entsteht, mir geht es um ein Geschäft. Ich bin natürlich Unternehmer und will dann Miete von der Stadt haben. Auch ich bin der Meinung, dass die Bibliothek dort sein sollte, wo der Bildungscampus entsteht. Und wenn die Bibo dann wieder aus meinem Objekt rausgeht, ist es auch gut“, erklärte er. Das Objekt in der Kirchstraße 11 wäre sofort beziehbar. Es ist im Innenbereich saniert, verfügt über moderne Computeranschlüsse und hat Räume mit fast 500 Quadratmetern Gesamtfläche. In der Touristinfo würden kann 60 Quadratmeter zur Verfügung stehen – eine Fläche, die so gut wie nicht ausreicht, deshalb die angedachten Außenstellen. „Mein Angebot steht: Die Kirchstraße 11 als Übergangslösung“, so Kühne. Stärtzel sagte: „Meine Erfahrungen mit der Touristinfo sind, dass die Gäste sie gar nicht auf Anhieb finden.“ Jahrelang war er Kurdirektor der Stadt und saß in der Infostelle am Paradeplatz. Er hält es deshalb für sinnvoll, dass die Touristinfo ins neue Naturparkhaus zieht, das erster Anziehungspunkt für Gäste der Stadt werden soll. Die Bibo noch langfristig einzuquartieren, sei keine Dauerlösung. Laut Kühne mache dagegen auch „wenig Sinn, Geld in den Würfel zu stecken“. Eine umfassende Sanierung hatte die FDP auf ihrem Forum vorgeschlagen. Auf diesem war auch Linke-Stadträtin Sigrid Wendel zugegen. „Ich glaube nicht, dass die Pläne der Stadtverwaltung im Stadtrat durchkommen werden“, mutmaßte sie. Danach sind offenbar auch die Linken gegen die Touristinfo als Dauerstandort.

Ob die CDU-Vorschläge jetzt in der Stadtverwaltung ankommen, ist fraglich. Die Verantwortlichen tüfteln noch am Konzept für die Stadtbibliothek, das laut Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) den Stadträten nach Fertigstellung vorgelegt wird. Auf jeden Fall wolle die Kommune noch einen Vorschlag von der Sächsischen Landesfachstelle für Bibliotheken, die sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten gemacht hat, abwarten, informierte Münster auf der jüngsten Stadtratssitzung.

Für die CDU in Bad Düben ein möglicher Bibo-Standort: Dieses Haus in der Kirchstraße11.

Nico Fliegner

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