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Bad Düben Bilden, beraten, begleiten - der Jugendmigrationsdienst
Region Bad Düben Bilden, beraten, begleiten - der Jugendmigrationsdienst
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20:00 27.06.2010
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. Leiter Michael Marschall ist seit gut anderthalb Jahren der Ansprechpartner. „Unser Motto lautet: bilden, beraten, begleiten", sagte Marschall.

Seine Aufgaben sind klar strukturiert. Unter seiner Organisation fallen unter anderem die Integration Behinderter, Familienhilfe sowie Jugend- und Altenhilfe. „Die Jugendmigrationsarbeit ist in erster Linie für Menschen zwischen

12 und 27 Jahren, bei denen ein Elternteil nicht aus Deutschland kommt. Hier stehe ich ehemaligen Aussiedlern, die in Bad Düben und Umgebung noch in großer Zahl eine neue Heimat gefunden haben, mit Rat und Tat zur Seite. Gerade hier ist es wichtig zu helfen. Es gibt viele Nachfolgeprobleme mit dem Leben in Deutschland. Hier spielt besonders die Ämterhilfe, Ausbildungs- und Lebensberatung eine große Rolle", weiß Marschall.

Neu ist, dass jetzt wieder das 2007 eingeschlafene Netzwerk für Integration neu belebt werden soll. Unter Initiative des Landratsamtes, der Ausländerbehörde und des Jugendmigrationsdienstes Bad Düben wurde an einem zeitgemäßen Konzept für Nordsachsen gearbeitet. Ziel ist die landkreisweite Verständigung unter allen Akteuren der Integrationsarbeit über die Situation von Migranten, zu sozialen, finanziellen und kulturellen Problemen. Kurze Informationswege und eine aktuelle Übersicht über die integrativen Projekte sind ein weiteres Ziel. „Zukünftig soll die Arbeit auf breiten Schultern verteilt werden. So hoffen wir auf Mitarbeit von freien Vereinen, die die Migranten unterstützen und beraten, auch die Städte, Migrantenorganisationen, Wohnungsgesellschaften, Arge, Polizei, berufliche Schulzentren, Sprachkursträger, Aussiedlerseelsorge, Jugendmigrationsdienst und Landratsamt sind dabei angesprochen", erklärte Marschall weiter. Das für das Netzwerk erstellte Konzept beinhaltet unter anderem die Förderung eines fremdenfreundlichen Klimas, Förderung des Spracherwerbes, Integration in den Kommunen, Förderung von Berufsausbildung sowie Arbeitsaufnahme und Förderung sportlicher Betätigung. Letzteres erfolgt in der Kurstadt bereits mit großer Vorbildwirkung. In fast allen Sportverein der Stadt sind ehemalige Aussiedler aktiv. So gibt es beim SV Bad Düben sogar eine eigens gegründete Sportgruppe mit ehemaligen Aussiedlern und im Turnverein Blau-Gelb 90 sind viele Kinder erfolgreich in der Abteilung Gerätturnen.

Aber Michael Marschall will auch neue Projekte anschieben. So haben sich Jugendliche gefunden, die eine Rapp-Gruppe bilden werden. „Acht Mädchen und Jungen zwischen 15 und 22 Jahren treffen sich drei- bis viermal in der Woche und schreiben Texte. Dazu studieren sich entsprechende Tänze ein", so Marschall.

Steffen Brost

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