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Bad Düben Bock auf Düben – witzige Produkte kommen bei Einheimischen gut an
Region Bad Düben Bock auf Düben – witzige Produkte kommen bei Einheimischen gut an
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09:30 18.02.2016
Jenny Schwamberger von der Touristinformation am Bad-Düben-Stand auf der Haus-Garten-Freizeit-Messe in Leipzig 2015. Auch in diesem Jahr sind die Bad Dübener wieder auf der Messe vertreten. Quelle: privat
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Bad Düben

Wie groß ist er denn nun, der Bock auf Bad Düben? Seit Ende des vergangenen Jahres läuft die von Claudia Müller von der Bad Dübener Firma K-Media und Texterin Dana Ulbricht entwickelte neue Marketing-Kampagne der Kurstadt, werden Produkte mit witzigen Slogans angeboten. Noch sind es eher die Kurstädter selbst, die Beutel, Tassen, Schlüsselanhänger und T-Shirts kaufen. „Endlich haben wir mal etwas, was wir aus unserer Stadt verschenken können“, hören die Kolleginnen des Kundendienstes in diesen Tagen von den Gästen.

Überrascht seien diese vor allem von der Witzigkeit und der Art der Präsentation. T-Shirts, Taschen, Beutel, Jacken, Schlüsselanhänger, Aufkleber, Trinkflaschen, Schutzhüllen für Fahrradsattel und Basecaps sind zu haben, die neben dem Slogan „Bock auf Bad Düben“ mit humorvollen Sprüchen oder Schlagworten versehen sind. Auf Turnbeuteln und Sweatshirts heißt es: „Junger Hüpfer“, auf T-Shirts: „Passt“, auf Taschen: „Stadt mit Tragweite“, auf Käppis: „Hier steckt was darunter“ oder auf Jacken: „Innen gut, außen gut.“ Vor Weihnachten gab es die teilweise mit Reflektoren versehenen Turn-Beutel bereits als vorzeitiges Geschenk für Bad Dübens Schüler. Rund 800 verteilte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) an die Einrichtungen. Von Kunden gern gekauft wird zum Beispiel der Wein. Weißburgunder, Rotling und Regent sind im Angebot. „Gastfreundschaft in Flaschen“ oder „Elf Prozent Alkohol, 100 Prozent Gastfreundschaft“ ist darauf zu lesen. Sprüche oder Schlagworte, mit denen die Macher dem Anspruch gerecht werden wollen, den Slogan „Bock auf Bad Düben“ humorvoll als Lebensgefühl rüberzubringen.

Spätestens mit dem Start in die neue Saison, so ist sich Touristinfo-Chefin Cornelia Richter sicher, werden aber auch die Gäste von außerhalb verstärkt zu den Artikeln greifen. Vor allem wegen der Wanderer und Radfahrer sei die neue Produkt-Linie frisch und flott gestaltet worden und werde in der Touristinformation im Naturparkhaus am Fuße der Burg auch entsprechend präsentiert. Die Palette solle künftig um weitere attraktive Produkte ergänzt werden. Ideen gäbe es bereits, welche, wollte Cornelia Richter aber noch nicht verraten.

Die als Ideengeber fungierenden Böcke auf dem Rathaus halten indes Winterschlaf. Erst wenn die Witterung es zulässt und kein Frost droht, werden die beiden Vierbeiner zu jeder vollen Stunde ihre vergoldeten Hörner zusammenstoßen. Trotz der derzeit eher weniger einladenden äußeren Bedingungen für Touristen sind die Mitarbeiter der Touristinformation unterwegs, um für Stadt und Dübener Heide zu werben. Nächster Anlaufpunkt ist ab Donnerstag die Haus-Garten-Freizeit-Messe in Leipzig. Cornelia Richter, Jenny Schwamberger und Rowena Hiersemann sind bis zum Samstag abwechselnd am Stand D 21/22 und E 22 in Halle 3 anzutreffen. „Das ist eine gerade an diesen Tagen sehr stark besuchte Messe. Touristiker sind da eher die Ausnahme. Gerade deshalb aber haben wir die Möglichkeit, mit vielen interessierten Gästen intensive Gespräche zu führen“, begründet Cornelia Richter, warum sich die Stadt im Rahmen des Messeauftritts Landurlaub Sachsen in der Messestadt präsentiert.

Mit dem neuen Profilierungsmerkmal „Bock auf Bad Düben“ wirbt die Stadt auch auf unkonventionelle Weise. Beim Neujahrsempfang tauchten die Böcke bereits auf, zur nächsten Aktion der Innenstadtinitiative „Bad Düben blüht“ Ende April und zum Stadtfest Ende Mai sollen sie es ebenso. Auf den Bonus-Heften, die jeder Kurgast für seine Einkäufe oder Unternehmungen erhält, ist die Werbung ebenso verankert wie im Kur- und Urlaubskatalog. Und selbst so närrische Anlässe wie den Weiberfasching nutzte jüngst die Bürgermeisterin, um die Ziegenböckche für die Werbung in stadteigener Sache humorvoll in Szene zu setzen.

Von Kathrin Kabelitz

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