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Bootsanleger: Stadt bevorzugt Treppenvariante an der Mulde

Bootsanleger: Stadt bevorzugt Treppenvariante an der Mulde

Für den am Muldeufer in Bad Düben geplanten Bootsanleger hat sich der Bau- und Kurortentwicklungsausschuss jetzt auf eine Variante geeinigt. Wie Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) auf Anfrage mitteilte, sei der Bau einer Treppenanlage favorisiert worden.

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Auf dem anderen Muldeufer soll der neue Bootsanleger entstehen.

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Das Vorhaben soll jetzt beantragt werden.

Touren auf der Mulde erfreuen sich seit einigen Jahren schon großer Beliebtheit, schließlich ist die Flora und Fauna, einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet, für viele ein Erlebnis. Problem bisher: Es gab keine geeigneten Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten, weder flussaufwärts in Eilenburg noch in Bad Düben, lediglich in Gruna. Das zu Wasser lassen der Boote ist oftmals beschwerlich.

Beide Städte arbeiten deshalb schon seit geraumer Zeit an Bootsanlegestellen. Während es in Eilenburg noch einige Hürden zu überwinden gilt, der bestmögliche Standort im Einklang mit dem Naturschutz gefunden werden muss, sind die Pläne für den Anleger in Bad Düben weit gediehen. "Wir hatten drei Varianten zur Auswahl", sagte Bürgermeisterin Münster. Neben einer Treppenanlage aus Beton waren dies ein Schwimmsteg und ein Stufenanleger mit einer Rampe. Letztere beiden fielen aber durchs Raster. Der Schwimmsteg hat sich als ungeeignet erwiesen, weil er Hochwasserlagen nicht standhalten könnte. Bei Eisgang wäre gar der Rückbau erforderlich. Zumal würde die Pflege und Wartung erheblich aufwendiger sein. Ähnlich sieht es beim Stufenanleger aus. Dazu hätte eine Rampe schräg am Ufer in Richtung Mulde gebaut werden müssen - zu teuer. Der Bau- und Kurortentwicklungsausschuss hat sich nunmehr für die schlichte Variante entschieden - eine Treppenanlage. Die soll wenige Meter entfernt von der Muldebrücke in Richtung Lauch errichtet werden. Vorteil: Egal, wie hoch das Wasser steht, der Einstieg ist jederzeit unkompliziert möglich. Und die Kosten- und Folgekosten sind überschaubar. Rund 63 000 Euro ist für den Bau eingeplant. 80 Prozent der Mittel sollen aus dem Fördertopf Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur kommen, den Rest steuert Bad Düben bei. Jährlich müsste die Stadt dann etwa 200 Euro für die Pflege und Wartung aufbringen.

"Die Vorarbeiten mit dem Naturschutz waren schwierig, aber wichtig und konstruktiv", so Münster. Der Bootsanleger müsse jetzt beim Bauordnungsamt beantragt werden. Zudem steht eine Fördermittelzusage aus. Erst wenn der Einplanungsausschuss - zuständig für die Fördermittelzuteilung im Freistaat Sachsen - grünes Licht gibt, "können wir 2014 bauen, ansonsten erst 2015", so die Stadtchefin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.03.2014
Von Nico Fliegner

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