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Bad Düben Bootsanleger in Bad Düben - Bauarbeiten starten im November
Region Bad Düben Bootsanleger in Bad Düben - Bauarbeiten starten im November
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00:39 06.08.2015
Blick auf den künftigen Standort des Bootsanlegers an der Mulde. Quelle: Ilka Fischer
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Bad Düben

"Er ist jetzt bei uns im Rathaus eingetroffen, wurde so bewilligt wie beantragt", freut sich Bauamtsleiterin Heike Dietzsch. Die Ausschreibung des Auftrages geht im September raus, der Vergabebeschluss soll am 8. Oktober im Stadtrat gefasst werden", zählt Heike Dietzsch die nächsten Termine auf. Damit können Wassersportler ab 2016 ihre Kanus und Schlauchboote bequemer und gesicherter in die Mulde einsetzen.

Wie berichtet, wird der Bootsanleger stromabwärts gesehen rund 50 Meter vor der Muldebrücke auf der Stadtseite errichtet. Damit wird auch naturschutzrechtlichen Belangen Rechnung getragen. Die Idee, ihn wie in Eilenburg am (Süd-)Westufer zu errichten, wurde abgelehnt. Anders als in Eilenburg wird er zudem nicht als Rampe sondern als Treppe gebaut. Insgesamt werden für das Gesamtprojekt Bootsanleger Bad Düben rund 135 000 Euro veranschlagt. Allerdings gehört zu dieser Maßnahme auch der Abriss der Parkgaststätte Tiefensee. Während die Stadt für den Bootsanleger selbst 80 Prozent der förderfähigen Kosten als Fördermittel erhält, gibt es für den mit zum Gesamtpaket gehörenden Abriss der Parkgaststätte in Tiefensee einen Zuschuss von 7200 Euro.

Doch was hat der Abriss der Parkgaststätte mit dem Bootsanleger zu tun? Heike Dietzsch erläutert: "Die Stadt hat die Pflicht, für die Versiegelung der benötigten Flächen an anderer Stelle Ausgleich zu schaffen." Dafür hätte sich der Abriss der nicht mehr genutzten Park-Gaststätte in Tiefensee angeboten. Dieser Vorschlag der Stadt sei mit dem jetzt eingetroffenen Fördermittelbescheid abschließend als Ausgleichsmaßnahme akzeptiert worden. Der Abriss der Parkgaststätte wird allerdings separat vergeben und soll vermutlich bis März 2016 erfolgen.

Der Bootsanleger Bad Düben, der damit ab der nächsten Saison genutzt werden kann, spielt eine wichtige Rolle im Wassertourismus auf der Mulde. Er ist zugleich ein wichtiger Bestandteil des Kurortentwicklungskonzeptes. Wie bekannt, muss sich Bad Düben 2015 erneut um den Kurstadtstatus bewerben. Dabei kommt auch dem Anleger eine erhebliche Bedeutung zu. Allerdings werden die Gäste via Mulde immer erst ab Mitte Juli direkt in der Kurstadt ankern können. Denn die Mulde darf zwischen Eilenburg und Bad Düben und damit dort, wo sie eben nicht nur für den Menschen am schönsten ist, aus Vogelschutzgründen immer erst ab dem 16. Juli befahren werden. Einsteigen in Bad Düben und gen Pouch mit dem Schlauchboot trudeln oder mit dem Kanu paddeln, ist dagegen ganzjährig möglich. Das Projekt in Bad Düben, das den Eilenburger Anleger ergänzt und sinnvoll macht, wird auch von Veit Fünfstück begrüßt. Für den Inhaber von Kanutours Sachsen, das Muldetouren anbietet, wäre allerdings eine weitere Anlegestelle in Wurzen begrüßenswert. Denn dann gebe es an der Mulde zwischen Grimma, wo die Bedingungen schon jetzt ordentlich sind, und Bad Düben vier gesicherte Ein- und Ausstiegsstationen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.08.2015
Ilka Fischer

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