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Bad Düben "Bruder Jakob" - ein echter Musikhit
Region Bad Düben "Bruder Jakob" - ein echter Musikhit
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14:07 19.05.2015
Sonniges Wetter, viel Musik und gute Laune: Mit einem Tanz- und Liederworkshop im Hof des Naturparkhauses in Bad Düben endete am Sonntag Europas Suche nach bekannten Liedern. Quelle: Steffen Brost

Vor zwei Jahren startete das Projektteam um Leiterin Ellen Männel vom Verein Dübener Heide mit der Suche nach dem bekanntesten Lied in Europa. "Songs in Europe" ist ein Projekt innerhalb des EU-Programms für lebenslanges Lernen. "Ziele des Projektes sind das Zusammenbringen verschiedener Kulturkreise, das gegenseitige Kennenlernen und der Erfahrungsaustausch vom Leben und Lernen in ländlichen Regionen", sagte Männel.

Neben Mitgliedern des Vereins Dübener Heide beteiligten sich Gruppen aus Großbritannien, Spanien, Türkei und der Slowakei an dem Projekt. "Am Anfang haben wir eine Umfrage gestartet, wollten wissen, was ist das bekannteste europäische Lied. Denn singen gehört überall dazu. Auch beim Wandern spielt es eine Rolle", so Männel. Nach umfangreicher Recherche standen sechs Lieder auf dem Ergebniszettel. In der Kategorie Kirchenlied/Weihnachten waren "Stille Nacht, heilige Nacht" sowie das "Ave Maria" vorn. Bei den Volksliedern machte "Bruder Jakob" und "Freude schöner Götterfunken" das Rennen. In der Sparte Rock und Pop hießen die Sieger "Yesterday" und "Yellow Submarine".

In den vergangenen Monaten fand in jedem der Teilnehmerländer ein Workshop statt. Das Finale wurde jetzt in Bad Düben eingeläutet. Hier wurden nicht nur vielfältige Lieder und Tänze vorgestellt, die bei der Suche und bei den Treffen der Partnerorganisationen aus dem europäischen Ausland eine Rolle spielten. Die Tanz- und Gesanglehrer aus probten mit den Teilnehmern in zwei Workshop-Runden Tänze und Lieder ihrer Heimat ein. Danach wurde das Gelernte in zwei Durchgängen Zuschauern gezeigt.

"Bei uns geht es nicht nur um Kulturaustausch, sondern auch um neue Medien." So wurde zwischen den Workshops per Skype (Computertelefonie mit Kamera) kommuniziert. "Jeder hat von jedem in den vergangenen Monaten gelernt", so Männel weiter.

Auch die Gäste waren von dem Projekt begeistert. "Musik ist eine gemeinschaftliche Sprache. Da versteht man sich auch ohne Dolmetscher", sagte Jane Summerscale aus Großbritannien. Als Ergebnis des fast zweijährigen Projektes soll noch ein Liederbuch erscheinen. Außerdem werden die Tänze und Vorführungen im Youtube-Kanal gezeigt. "Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Als nächstes planen wir eine Qualifizierung von Kräuterfrauen im Bereich Erlebnispädagogik."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.04.2015
Von Steffen Brost

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