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Bühne frei im Sommer 2018? Bad Dübens Theatermacher schmieden neue Pläne

Kultur Bühne frei im Sommer 2018? Bad Dübens Theatermacher schmieden neue Pläne

Gibt es im Sommer 2018 eine dritte Auflage des erfolgreichen Landschaftstheaters in Bad Düben oder nicht? Geht es nach den Machern, dann lautet die Antwort ja. Noch ist aber alles vage. Dabei ist der harte Kern der Truppe schon eifrig bei der Planung.

Szene aus dem Stück „Die große Dürre“, das 2015 in der ehemaligen Heide-Kaserne in Bad Düben aufgeführt wurde.

Quelle: Heike Nyari (Archiv)

Bad Düben. Nach dem Landschaftstheater Nummer zwei mit „Die große Dürre“ vor zwei Jahren stricken die Macher um Henriette Lippold, Daniela Voigt und Stefan Lange aktuell an der Machbarkeit von Stück Nummer drei, das im Sommer 2018 über die Bühne gehen könnte. „Wir sind einerseits inhaltlich dabei, eine mögliche Route zu finden, andererseits auch mit den ersten finanziellen Überlegungen beschäftigt. Dass wir noch nichts Offizielles verlautbaren haben lassen, liegt wie immer an der unklaren finanziellen Situation. Wir wissen nicht, ob wir wieder das nötige Polster zusammenbekommen, um das Großprojekt stemmen zu können“, sagt Henriette Lippold, die Autorin der letzten beiden Stücke.

Schauplätze besichtigt

Dass die Macher bereits auf Erkundungstour in Bad Düben waren, ist schon durchgesickert. Im vergangenen Jahr nahmen sie mögliche Spielorte und Laufwege in Augenschein. „Wir waren beispielsweise am Bahnhof und haben dann Strecken in Richtung Altstadt probiert. Wir suchen Plätze, wo viele Zuschauer hinpassen und wo man spielen kann. Auch der Paradeplatz und die Kirchen sind einige der möglichen Objekte. Es wird sicherlich anders werden als in der Heidekaserne, wo wir das gesamte Equipment stehen lassen konnten, weil das Areal umzäunt war“, erzählt Stefan Lange.

Das Team will wieder eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, um das Projekt im nächsten Jahr Wirklichkeit werden zu lassen. Immerhin haben bei den vergangenen zwei Theaterstücken über 100 kleine und große Akteure mitgespielt. Von Bad Dübener Bürgern als Laiendarsteller über Schauspielerprofis wie Melanie Marschke von „Soko Leipzig“ und Thomas Koch aus „In aller Freundschaft“ bis hin zur Kurrende und dem Posauenchor, der Band Heimspiel, der Gesangsgruppe Anima und dem Turnverein Blau-Gelb 90.

Bürgermeisterin befürwortet Projekt

„Da wir gegenwärtig zwei frische Mütter im Team haben und einen Kreuzfahrtdirektor, der um die Welt reist, ist es einfach noch nicht so ganz klar, ob wir wieder eine gute Mannschaft bekommen. Wir sind guter Hoffnung und bisher stehen alle Macher auch wieder absolut hinter dem Projekt“, so Henriette Lippold. Die Producerin der ZDF-Serie „Soko Leipzig“ macht keinen Hehl daraus, dass die Theatertruppe große Lust hat, die Stadt zu bespielen. Jedoch weiß das Team auch, dass man das neue Vorhaben nur umsetzen kann, wenn die Stadt, die Region und die Bürger dahinter stehen. Ob als Mitspieler, Helfer, Spender oder moralische Unterstützung. Mittlerweile gab es bereits ein Vorgespräch mit Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). „In diesem hat sie uns mitgeteilt, uneingeschränkt, hilfsbereit und positiv neugierig hinter einer Neuauflage zu stehen. Das gibt uns natürlich viel Rückenwind und Motivation, nun zunehmend konkret in die Sponsorenakquise zu gehen“, so Lippold weiter. Bei dem neuen Stück soll wieder auf das altbewährte Muster zurückgegriffen werden: Theaterbegeisterte Laien und Profis spielen an unterschiedlichen Orten in Bad Düben. „Es ist zum aktuellen Zeitpunkt alles noch sehr diffus, aber wir machen das ja nicht hauptberuflich. Und wir müssen wirklich schauen, dass wir das Ganze in unser Leben integriert bekommen. Wir arbeiten dran“, blickt die Emmy-Preisträgerin Lippold optimistisch aufs Projekt.

Von Steffen Brost

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