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Bürger wehren sich gegen Schandfleck

Bürger wehren sich gegen Schandfleck

Eingestürzte Gebäudeteile, ein kaputtes Dach, Wildwuchs und Müll - das alte Rittergut hinter der Dorfkirche in Kossa ist den Einwohnern seit vielen Jahren ein Dorn im Auge.

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Das ehemalige Rittergut in Kossa ist Herberge von Ungeziefer.

Quelle: Nico Fliegner

Kossa. Der 200 Mitglieder zählende Bürgerverein Kossa/Durchwehna fordert jetzt von Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos), dass er für den Abriss der maroden Gebäude sorgen soll.

"Die Ruinen und das Umfeld sind Behausungen von Mardern, Füchsen, Dachsen, Rehen, Waschbären und Ratten. Deren Auswirkungen sind für die Nachbargrundstücke so schlimm, dass kein Federvieh jeglicher Art in freier Natur, wie im Dorf üblich, gehalten werden kann", heißt es in einem Schreiben an den Bürgermeister, das dieser Zeitung vorliegt. Der Verein kritisiert "Einschränkungen des dörflichen Lebens" und eine "Verschandelung des Dorfbildes", zumal jetzt die Kirche nebenan in neuem Glanz erstrahlt. Der Zustand sei mittlerweile "unzumutbar", deshalb regen die Bürger einen Zwangsabriss an.

Doch so einfach geht das nicht. Denn das alte Gut befindet sich in Privateigentum, gehört einer Familie aus den alten Bundesländern. Die kümmert sich allerdings nicht um die Immobilie, die zudem frei zugänglich ist. "Ich nehme die Sorgen der Kossaer Bürger ernst", teilte Bürgermeister Schneider auf Anfrage mit. Er wolle sich jetzt mit dem Eigentümer in Verbindung setzen, um eine Lösung zu finden. Laut Bürgerverein hätte die Kommune "großen Handlungsspielraum" dank Änderung des Baugesetzes. Über die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises könne relativ unkompliziert eine Abrissverfügung erwirkt werden.

Das ehemalige Rittergut gehörte vor der Wende zur LPG. Dort waren Stallungen untergebracht. Noch heute scheinen Teile für solche Zwecke genutzt zu werden, denn vor einem Gebäude ist ein Misthaufen aufgeschichtet. Ansonsten sieht es tatsächlich gruselig aus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.11.2013
Nico Fliegner

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