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Bürgerintiative schlägt Alternative zum Bibliotheksumzug vor

Bürgerintiative schlägt Alternative zum Bibliotheksumzug vor

Gegen den von der Stadtverwaltung Bad Düben geplanten Umzug der Bibliothek aus dem Wohngebiet im sogenannten Würfel in die Touristinformation am Paradeplatz wächst der Widerstand in der Bevölkerung.

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Die Bibliothek in Bad Düben

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Fünf Bürger haben sich jetzt zusammengeschlossen und in einem Schreiben, das dieser Zeitung vorliegt, konkrete Vorschläge erarbeitet, wie die Bibliothek erhalten werden kann.

„Mit dem vorgesehenen Umzug in die Stadtinformation und in Außenstellen  arbeitet man gegen die Entwicklung eines Bildungscampus. Deshalb sollte doch eher angestrebt werden, das gesamte Gebäude als Bibliothek zu nutzen. So würden auch Räume für Bildungsveranstaltungen, Lesenächte und vieles mehr zur Verfügung stehen“, sagte Christine Ködel“, sagte Christine Ködel. Sie ist eine Bürgerin, die sich gegen den Umzug wehrt. Gemeinsam mit Stadtrat Emil Gaber (parteilos), dessen Sohn Torsten, Bernd Rasper und Karl-Heinz Emmrich tüftelten sie an Lösungen. Danach sollte der Würfel saniert werden. Finanzierbar wäre das mit einer Erhöhung der Nutzungsgebühren, so der Vorschlag. „Das Interesse der Bürger ist groß, deshalb sind wir sicher, dass die Nutzer der Bibliothek auch bereit sind, etwas mehr dafür zu bezahlen“, so Ködel. Statt acht könnten Erwachsene zehn bis zwölf Euro pro Jahr zahlen. Das Monatsentgeld könnte sich von einem Euro auf zwei verdoppeln. Zusätzlich sollte ein Familientarif eingeführt werden, lauteten die Pläne. Des Weiteren gibt es noch die Idee, einen Spendentarif einzuführen.

Die Stadt hält derweil an ihrem Vorhaben fest. „Wir erarbeiten zurzeit ein Konzept, das den Stadträten in Kürze vorgestellt wird“, sagte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Den Vorschlägen ihrer ehemaligen Mitstreiter bei den Freien Wähler – die Genannten traten im vergangenen Jahr wegen internen Querelen aus – erteilte die Stadtchefin eine Absage. Die Sanierung des Würfels würde zu teuer werden. Mit einem Umzug würde die Stadt auch keine Kulturraumförderung einbüßen, wie angekündigt. „Das haben wir geklärt“, so Münster weiter. Sie betonte, dass es zu keinerlei Abbruch für Nutzer kommen werde. „Im Gegensatz zu anderen Kommunen geht es bei uns nicht um die Schließung der Bibliothek, sondern um einen Umzug“, konstatierte sie angesichts einer schwierigen Finanzlage der Stadt.

Mehr dazu in der LVZ Delitzsch-Eilenburg am Donnerstag, 4. März.    

Nico Fliegner

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