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Bürgermeister-Kandidat Mathias Mieth stellt Wahlprogramm vor

Bürgermeister-Kandidat Mathias Mieth stellt Wahlprogramm vor

In die Kandidaten-Runde für die Bürgermeister-Wahl am 16. März in Bad Düben gesellt sich jetzt männliches Personal. Der Bürgerkreis, eine Vereinigung aus Stadträten und kommunalpolitisch interessierten Einwohnern, hat am Dienstagabend die Kandidatur von Mathias Mieth offiziell bekanntgegeben.

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Mathias Mieth

Quelle: Heike Nyari

Bad Düben. "Wir bieten damit den Dübenern eine Alternative in Form eines neuen und unbefangenen Kandidaten, der Stil hat im Umgang mit den Menschen und ihren Problemen", sagt Emil Gaber, Vorsitzender des Bürgerkreises. Dies sei, so habe er in etlichen Gesprächen mit Einwohnern vernommen, "ein viel geäußerter Wunsch". Und letztlich hätten die "inhaltlich total unterschiedlichen" Vorstellungsrunden der Mitbewerberinnen Astrid Münster und Adina Meier, die jüngst beim Bürgerkreis vorsprachen, den Impuls gegeben, einen eigenen Kandidaten aufzustellen.

Mathias Mieth ist 51 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern. Er lebt in Schnaditz, engagiert sich dort seit vielen Jahren im Kohlhaasclub und arbeitet als Schweißingenieur bei Stahlbau Krippehna. Seine Motivation, Bürgermeister werden zu wollen, sei "das allgemein negative Klima" in Bad Düben, das er verändern will. Es gebe etliche Baustellen, erzählt der kommunalpolitisch weitgehend Unbedarfte am Dienstag bei der Präsentation seines Wahlprogramms im "Goldenen Löwen" - vor allem, was das Miteinander angeht. "Bürgernähe aufbauen, und nicht nur im Wahlkampf, das liegt mir am Herzen." Und das soll ein Schwerpunkt seiner Arbeit werden. Als Bürgermeister wolle er den Leuten wieder Gehör im Rathaus verschaffen, sie mitnehmen und an Entscheidungen teilhaben lassen. "Die Kommunikation muss sich verbessern." Und Misstöne sollten schnell wieder verhallen, sobald sie aufkommen. "Dazu gehört auch eindeutig das Thema Feuerwehr. Das wäre der erste Punkt, den ich angehen will. Ich bin schockiert, wie die Kameraden behandelt wurden. Der ganze Hickhack schädigt die Moral."

Vorgenommen hat er sich außerdem, an Themen, die die Menschen bewegen, dranzubleiben. "Das können die ganz kleinen Dinge sein, aber auch große Vorhaben wie die Ortsumgehung Wellaune oder die Friedhofsmauer in Bad Düben."

Der gebürtige Eilenburger, der Liebhaber der klassischen Musik und ambitionierter Schach-Spieler ist, nennt eine ganze Reihe von Bereichen, um die er sich kümmern will: den Handel in der Stadt, den Schülerverkehr, die Stadtteile, "die nicht vergessen werden dürfen", die Familien und Schaffung von politischen Rahmenbedingungen, um die jungen Leute am Ort zu halten. Oder auch den Bereich Kur und Tourismus, "damit steht und fällt alles", sagt er. "Was erwartet denn unsere Gäste nach 18 Uhr in Bad Düben?" Die Antwort folgt promt: "Hochgeklappte Bordsteinkanten." Hier müsse die Verwaltung mit wehenden Fahnen vorangehen, zunächst mal für optimale Öffnungszeiten ihrer eigenen Kultur- und Freizeiteinrichtungen sorgen, dann würden auch Handel und Gastronomie nachziehen.

Mieth macht einen bodenständigen Eindruck. Er denkt quer, versucht aber trotzdem das Ganze im Blick zu haben. Und er schätzt den offenen Meinungsaustausch, was ihn auch dazu bewogen hat, dem Bürgerkreis beizutreten. "Mir gefällt, dass hier jede Meinung gehört und ernst genommen wird und dass man dort parteilich ungebunden Politik machen kann, wo es in erster Linie um die Bürger dieser Stadt geht."

www.buergerkreis-bad-dueben.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.02.2014
Von Nico Fliegner

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