Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Bürgermeister-Wahl: Gegenwind für Münster
Region Bad Düben Bürgermeister-Wahl: Gegenwind für Münster
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:50 19.05.2015

Seit Tagen glühen deshalb zwischen den Vorsitzenden die Drähte heiß, laufen Gespräche im Hintergrund. Fest steht: Amtsinhaberin Astrid Münster (FWG) soll einen Gegenkandidaten bekommen. Wer das sein wird, ist noch nicht bekannt.

Selten sind sie sich so einig und sprechen eine gemeinsame Sprache. Doch wenn es darum geht, den Bürgern eine echte Wahl zu bescheren, wird plötzlich aus politischen Gegnern Bündnispartnern. Stand bis vor wenigen Tagen: Bürgermeisterin Münster, die sich erneut um das oberste Amt in der Kurstadt bewirbt, muss nichts und niemanden fürchten. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Nun aber gibt es Pläne, Münster zu verhindern - parteiübergreifend. Man wolle "zum Wohle der Stadt Bad Düben zunehmend die wirtschaftlichen, energiepolitischen sowie sozialen Kompetenzen des Stadtrates und der Bad Dübener Bürger" nutzen, teilte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Stefan Lange auf Anfrage mit. Und deshalb "erarbeiten CDU, SPD, FDP und Bürgerkreis momentan einen einheitlichen Personalvorschlag zur Bürgermeisterwahl". CDU/SPD-Fraktionschef Mike Kühne bestätigte die Pläne gegenüber der LVZ. Auf Nachfrage sagte er, dass Münster nicht die Wunschkandidatin sei. Allerdings werden die Christdemokraten keinen eigenen Kandidaten stellen. Die Linke übrigens auch nicht. Derzeit prüfen die Genossen, ob sie einen der Bewerber unterstützen und wenn ja, ob sie eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Die Linke und CDU gelten als die Königsmacher in der Stadt.

Für die FDP scheint indes klar, dass die Unterstützung für "Mister X" ausfallen wird. Nach LVZ-Informationen sollte der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Raik Zenger ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geschickt werden. Der steht aber mittlerweile nicht mehr zur Verfügung, hat kurz nach seiner Wiederwahl zum Ortsverbandsvorsitzenden erklärt, nicht anzutreten. Gestern Abend soll es noch einmal parteiintern Gespräche gegeben haben, ebenso beim Bürgerkreis. Heute Abend will sich die CDU noch einmal verständigen und in den nächsten Tagen Die Linke.

Die SPD hat jedenfalls klar vor Augen, was der künftige Bürgermeister der Stadt mitbringen muss: Er "soll sich neben der fachlichen Kompetenz auch durch ein hohes Maß an Sozial- und Methodenkompetenz auszeichnen, wodurch sich in den kommenden Jahren wieder Synergieeffekte in der gemeinsamen Arbeit zwischen Interessensverbänden, dem Stadtrat und der Verwaltung gemeinsam mit dem Bürgermeister erschließen werden", so Lange. Doch wer stellt "Mister X"? Infrage kommen nur noch SPD, FDP und Bürgerkreis. Oder tritt letztlich jemand ohne politischer Zugehörigkeit an? Die Personalie soll in diesen Tagen öffentlich gemacht werden.

Und was ist mit der Unterstützung für Amtsinhaberin Münster? Die größte, aber bis jetzt einzige kommunalpolitische Hilfe erfährt sie aus den eigenen Reihen, von den Freien Wählern. Doch die sind im Laufe der Jahre stark geschrumpft, nachdem sich Teile abspalteten und zum Bürgerkreis neu formierten. Von Bedeutung wird sein, wie viel Kraft sie haben, die Wähler für ihre Wunschkandidatin zu mobilisieren und wie viel Kraft die anderen aufbringen, sich für ihren Kandidaten, "Mister X", ins Zeug zu legen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.01.2014
Nico Fliegner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Wanderweg "Heide-Biber-Tour" im Naturpark Dübener Heide ist am Wochenende anlässlich der Messe CMT in Stuttgart erneut mit dem Qualitätssiegel des Deutschen Wanderverbandes ausgezeichnet worden.

19.05.2015

Nachmittags ist Rentnerzeit. Jede Woche sitzen Helga Widmer, Brigitta Steglich, Inge Brauer und Georg Schwarzenauer am Vierertisch und spielen eine Runde Rommé.

19.05.2015

Laußig. Das Juni-Hochwasser hat die Gemeinde Laußig viel Kraft gekostet, andere Aufgaben mussten liegen bleiben. Dabei will sich die schrumpfende Kommune weiter entwickeln, um für die Bürger attraktiv zu sein.

19.05.2015
Anzeige