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Bad Düben Bürgersolarkraftwerk: Heidegrundschule soll Sonnenlicht einfangen
Region Bad Düben Bürgersolarkraftwerk: Heidegrundschule soll Sonnenlicht einfangen
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06:57 26.02.2010
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Bad Düben

Doch Dietzsch konnte keine konkreten Aussagen treffen, weil es zuletzt zu Zeitverzögerungen gekommen war, berichtete er. So habe er von der Wohnungsbaugesellschaft Bad Düben, mit der der Öko-Beirat das Vorhaben Bürgerkraftwerk stemmen will, noch keine verbindliche Rückmeldung. Die Stadt-Tochter habe jedoch Interesse signalisiert und prüfe derzeit die Kooperation. Über die Gesellschaft würde der Bau und Betrieb des Bürgersolarkraftwerks abgewickelt, wenn nicht, sei die Gründung eines Vereins, einer GbR oder GmbH die Alternative. Andererseits wurde erst in diesen Tagen bekannt, wie der Bund künftig die Solarbranche fördern wird. Und danach schrumpft die Vergütung für Strom um 16 Prozent. Außerdem liegt offenbar noch keine große Anzahl von Interessenten vor, weshalb Dietzsch nochmal die Werbetrommel rührte. Bis 15. März können sich Interessenten beim Öko-Beirat melden. „Optimal wäre es natürlich, wir bekämen die Investitionssumme ohne zusätzlichen Kredit zusammen. Das würde sich positiv auf die Rendite auswirken“, so Dietzsch.

Das Projekt Bürgersolarkraftwerk sieht vor, eine 15 oder gar 22 Kilowatt starke Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Heidegrundschule zu installieren. Die Investitionskosten für erstere Anlage beträgt etwa 50000 Euro. Die wandelt das Sonnenlicht in Strom um, den das Bürgersolarkraftwerk verkauft und vergütet bekommt. Derzeit sind es noch 39 Cent pro Kilowattstunde, ab 1.Juli reduziert sich dieser Betrag um 16 Prozent, ist aber dann für 20 Jahre festgeschrieben. „Es wäre von Vorteil, das Bürgerkraftwerk könnte bis 30. Juni in Betrieb gehen. Dann profitieren wir von der höheren Vergütung. Aber realistisch ist das sicher nicht“, sagte Dietzsch. Er will deshalb für entsprechende Renditeberechungen die neuen Vergütungssätze nehmen.

Der Öko-Beirat der Stadt ist dennoch der Auffassung, dass sich ein Bürgersolarkraftwerk lohne. „Die Anlagen werden billiger. Das alles müssen wir berücksichtigen“, so Dietzsch. Er geht aktuell von einer Rendite aus, die zwischen drei und sieben Prozent liegt, die derjenige auf sein eingebrachtes Geld bekäme. „Wir wollen das auch so flexibel wie möglich gestalten“, erläuterte Dietzsch weiter, „und eine Staffelung der Laufzeit vornehmen, die auch eine Staffelung der Rendite nach sich zieht.“

Wer Interesse hat, sich am Bürgersolarkraftwerk zu beteiligen, kann sich beim Öko-Beirat unter 034243/72263 informieren.

Nico Fliegner

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