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Bad Düben Burgberg-Sanierung kostet das Zehnfache
Region Bad Düben Burgberg-Sanierung kostet das Zehnfache
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14:13 19.05.2015
Der Burgberg in Bad Düben: Beim Hochwasser 2013 hat das Areal mehr Schaden genommen, als bisher angenommen. Quelle: Nico Fliegner

Der Hang wies danach Risse auf, Sedimente wurden ausgespült. Von Kosten zwischen 70 000 und 100 000 Euro war zunächst die Rede. Mittlerweile ist klar, dass der Berg weitaus mehr Schaden genommen hat, als bisher angenommen. "Das bereitet uns Sorge", räumte Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) kürzlich mit Blick auf statische Probleme für das Landschaftsmuseum ein.

Im Zuge der Bauarbeiten für den zweiten Rettungsweg am Museum war festgestellt worden, dass der Giebel des Gebäudes nach außen fällt. Zunächst sei man davon ausgegangen, dass dies mit der Statik des Hauses zu tun habe - Ursache ist aber die Statik des Burgberges. Das haben mittlerweile Experten herausgefunden. "Wir haben jetzt die Kostenschätzung vorliegen. Und die beläuft sich auf 701 000 Euro. Die wiederum können als hydrologischer Spätschaden des Hochwassers 2013 angemeldet werden", sagt Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG).

Die Stadt hofft nun auf Fördermittel aus dem Hochwasserfonds. Die entsprechenden Anträge mussten bis 31. Dezember über den Aufbaustab des Landratsamtes Nordsachsen bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden. Das hat Bad Düben auch getan.Insofern hatte die Kurstadt noch Glück im Unglück, dass der Schaden gerade rechtzeitig bemerkt wurde. Die Chancen, Mittel oder zumindest einen Teil davon zu bekommen, sei jetzt gegeben. Um die Folgen der vom Hochwasser verursachten Schäden in Grenzen zu halten, wurden Notsicherungsmaßnahmen getroffen. Auswirkungen auf den Besucherverkehr oder den Alltag im Museum gäbe es derzeit keine.

Die Fluchttreppe an der nördlichen Giebelseite des Landschaftsmuseum ist indes fertiggestellt. Noch kurz vor dem Weihnachtsfest war die Anlage installiert worden, "das Projekt ist damit beendet", so Markus Krisch vom Bauamt der Stadt Bad Düben. Notwendig geworden waren die Arbeiten, nachdem Experten festgestellt hatten, dass der Brandschutz an der Burg nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspreche. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 50 000 Euro. Die Hälfte sind Eigenmittel der Stadt, hinzu kommen Zuschüsse, unter anderem vom Landesministerium für Wissenschaft und Kunst sowie vom Kulturraum Leipzig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.01.2015
Von Kathrin Kabelitz

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