Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben CDU will die Verwaltung unter die Lupe nehmen
Region Bad Düben CDU will die Verwaltung unter die Lupe nehmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:47 25.03.2010
Anzeige
Bad Düben

Neue Aufgabenstellungen gibt es dafür jede Menge. Die Losung dabei in Zeiten einer klammen Stadtkasse: Erst nach Einsparmöglichkeiten suchen und wenn die erschöpft sind, notfalls an die freiwilligen Aufgaben der Kommune ran. Handlungsbedarf sieht die CDU vor allem im Bereich der Verwaltung.

So steht dieser Punkt auch ganz oben auf der Agenda der Kommunalpolitiker, genauer gesagt die Überschrift „Personalstruktur in der Stadtverwaltung“. Die soll nach CDU-Willen aufgeknackt werden. Details nannten die Stadträte keine. Es gehe darum, Aufgaben und Abläufe zu optimieren. Betroffen wäre auch der kommunale Bauhof. Hier sehen die Christdemokraten weiteren Handlungsbedarf, sprechen gar von Privatisierung. Erste Schritte gingen aber in die Richtung, dass der Eigenbetrieb produktiver und effizienter werden müsste. Überhaupt sollten die Eigenbetriebe der Stadt – das sind die Wohnungsbaugesellschaft und das Heide Spa – „strategisch bewertet“ werden.

Große Hoffungen setzt der Ortsverein auf ein Energiemanagement. Sämtliche kommunalen Gebäude sollen hinsichtlich ihres Energieverbrauchs überprüft werden. Stadtrat Gisbert Helbing zeigte sich zuversichtlich, dass damit Tausende Euros eingespart werden könnten. Allein die Evangelische Grundschule – Helbing ist Vorstandsmitglied im Trägerverein – habe im vergangenen Jahr 11000 Euro Energiekosten weniger verbucht, führte er als Beispiel an. Eine Überprüfung von Objekten solle gemeinsam mit dem Öko-Beirat der Stadt erfolgen.

„So viel kann ich sagen: Die Bürgermeisterin hat eingelenkt und ist am Nachdenken, was einzelne Punkte angeht“, sagte Helbing. Zwar sei die Verwaltung im Zuge der schwierigen Finanzlage auf dem Standpunkt, zunächst freiwillige Aufgaben zu kürzen, doch „das ist mit uns nicht machbar“, erklärte Helbing weiter. „Wenn eine Stadt weiter attraktiv sein will, muss sie auch freiwillige Aufgaben übernehmen.“ Bedeutet: Beispielsweise etwas für Kultur und die Vereine tun. „Streichen ist das einfachste. Wir sagen aber: Keine Streichungen von freiwiligen Aufgaben, bevor nicht Einsparmöglichkeiten an anderer Stelle zumindest überprüft wurden.“

Harsche Kritik übte derweil Stadtrat Mike Kühne, zugleich Unternehmer, an der Ansiedlungspolitik der Kommune. Diese sei „noch nicht auf dem Level, wo sie sein sollte“, erklärte er. „Der Bereich Wirtschaftsförderung wird stiefmütterlich behandelt.“ Der CDU schwebt der Einsatz eines ehrenamtlichen Wirtschaftsbeigeordneten vor. Dieser soll der Wirtschaftsförderung beratend zur Seite stehen. „Ansiedlungsanfragen und -absagen sollten Sache von mehreren Leuten sein“, sagte Kühne mit Blick auf einen Investor im Gewerbegebiet, der kurzerhand Bad Düben den Rücken kehrte, weil er sich mit der Stadt nicht über ein Rückkaufsrecht von Flächen einig wurde. „Wir wollen künftig der Stadtverwaltung konkrete Aufgaben geben“, erklärte Kühne weiter. Konzepte in verschiedenen Bereiche würden vorliegen. Helbing ergänzte: „Wir sehen uns durchaus als Initiator. Aber alles geht natürlich nur, wenn die Stadträte der anderen Fraktion mitgehen. Deshalb ist uns ein konstruktives Miteinander wichtig. Es geht nicht um uns, sondern um  Bad Düben.“

Nico Fliegner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

 Pressel. Ziemlich genau vor vier Wochen, am 23. Februar, stand die 25-jährige Bonny Krell mit einer voll bepackten Reisetasche vor der Tür zum Heidepark-Büro in Pressel.

24.03.2010

Die Richtkrone schwebt seit Montag über dem Naturparkhaus in der Neuhofstraße in Bad Düben (wir berichteten). Während der Rohbau weitgehend fertig ist, werden sich nun die Arbeiten auf die einzelnen Räume des Haupt- und Nebengebäudes konzentrieren.

23.03.2010

 Reinharz. Ein neues Bibermaskottchen soll insbesondere Kinder und Jugendliche für die Schönheiten des Naturparks Dübener Heide sensibilisieren. Bisher noch anonym, erhielt die Figur am Sonnabend im Schlosspark Reinharz einen Namen.

21.03.2010
Anzeige