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Bad Düben Chefarzt jongliert sich in die Kinderherzen
Region Bad Düben Chefarzt jongliert sich in die Kinderherzen
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13:59 19.05.2015
Chefarzt Guido Waldmann entpuppt sich während des Rundgangs durch das Reha-Zentrum als Ball-Künstler. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Mittendrin, statt nur dabei, waren auch die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte "Mühlenmäuse" in Authausen. "Wir haben im Vorfeld darüber diskutiert, was wir machen. Da bei der Arbeiterwohlfahrt dieser Tag immer in einer besonderen Art und Weise begangenen wird, haben wir uns entschieden, diesmal das Reha-Zentrum in Bad Düben zu besuchen, wo sich viele Menschen mit vorübergehenden Behinderungen auseinandersetzen müssen", erzählte Erzieherin Sandra Mathow.

Im Reha-Zentrum wurden die Vorschulkinder von Guido Waldmann mit Handschlag begrüßt. Der Chefarzt für Neurologie traf gleich am Anfang den Nerv seiner kleinen Besucher. Kindgerecht wurde über das Thema gesprochen, aber erst, als sich alle mit Desinffektionsmittel die Hände gereinigt hatten. "Desinfektionsmittel sind im Krankenhaus besonders wichtig, damit keine Krankheiten übertragen werden", erklärte der Arzt.

Waldmann erzählte über die Klinik, das hier viele Menschen krank ankommen und meistens wieder komplett geheilt entlassen werden. "Wenn es einmal etwas länger dauert, kommen die Patienten zu uns in die Rehaklinik, wo sie speziell mit verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten wieder fit gemacht werden. Vor allem der Bewegungsapparat steht hier im Vordergrund", so Waldmann.

Gespannt hörten die "Mühlenmäuse" zu. Als es dann in den Therapiebereich und in die Turnhalle ging, wurde ordentlich herumgetobt. Doch die Spielstunde wurde schnell beendet, als die 21-jährige Ellen Breitkreutz aus Leipzig im Rollstuhl hereinkam. "Ich kann zur Zeit nicht richtig laufen, weil ich einen Unfall hatte und mir dabei das Bein gebrochen habe. In der Reha lerne ich wieder richtig laufen", erzählte die junge Frau. Dass das trotzdem kein Beinbruch ist, bewies die Leipzigern anschließend, als sie mit den Händen geübt Bälle durch die Halle jonglierte. Angetan von dieser Idee probierten sich alle im Jonglieren aus. Als Talent entpuppte sich auch der Chefarzt. Wie ein echter Profi jonglierte Waldmann drei Bälle minutenlang durch die Luft. "Das Ziel dieses Besuches der Kinder ist es, ihnen zu zeigen, dass man auch vor Menschen in Rollstühlen und mit anderen Hilfsgeräten Respekt haben soll. Egal, ob eine Behinderung dauerhaft oder nur vorübergehend ist. Das kann man nicht früh genug lernen", so Waldmann. Entstanden ist der Protesttag 1992 auf Initiative des Vereins Selbstbestimmt Leben, einer Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung. Die Aktion Mensch hat es sich vor mittlerweile 17 Jahren zur Aufgabe gemacht, das Engagement rund um den 5. Mai zu bündeln. Die Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Nordsachsen beteiligt sich jedes Jahr daran.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.05.2015
Steffen Brost

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