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Bad Düben Christoph Hein schenkt Düben 146 Werke
Region Bad Düben Christoph Hein schenkt Düben 146 Werke
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09:51 18.03.2016
Gemeinsam mit seiner Familie besuchte Christoph Hein (Zweiter von rechts) anlässlich der Bücherübergabe das Landschaftsmuseum Bad Düben. Am Computer: Museums-Chefin Yvette Steuer. Quelle: imago stock&people
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Bad Düben

Das Landschaftsmuseum der Dübener Heide auf der Burg Düben ist um 146 Exponate reicher. Möglich machte dies eine Schenkung des Autors Christoph Hein, die der Ehrenbürger anlässlich seines Auftrittes am 9. November in seiner Heimatstadt übergab. Der heute in Havelberg lebende 71-Jährige war damals mit seiner Familie vor Ort, um Yvette Steuer und ihren Mitarbeitern die Werke zu überreichen.

47 deutsch- und 89 fremdsprachige Ausgaben, darunter Romane, Novellen, Essays, Kinderbücher, Theaterstücke sowie zehn CDs und Videos, auf denen Hans-Eckardt Wenzel Texte von ihm singt, zählen dazu. „Der fremde Freund“ ist dabei, „Vor der Zeit“, „Der Tangspieler“, „Drachenblut“, „Horns Ende“, „Landnahme“, „Mama ist gegangen“, „Nachtfahrt und früher Morgen“. Auch „Villihevonen uunin alla“ ist im Bestand. Übersetzt: Das Wildpferd unterm Kachelofen. Übersetzungen ins Finnische sind also ebenso dabei wie Werke, die ins holländische, spanische oder koreanische übertragen wurden.

Hier nur einige werke, die Christoph Hein dem Museum überließ. Quelle: Kathrin Kabelitz

Zum Fundus zählen aber auch Grafiken, Original-Radierungen und Linolschnitte wie „Zwei Meister der schwarzen Kunst“ und „Ein anderer Herr Berliner Handpresse“. Mit sechs farbigen Original-Linolschnitten von Ingrid Jörg, Klaus Ensikat und Wolfgang Jörg. 300 Exemplare sind davon 2004 erschienen. Dieses Buch hat die Nummer 54 und trägt die Bleistiftunterschrift von Hein.

All das ist derzeit noch gut verstaut in Kisten verpackt. Doch dort soll es nicht bleiben. Dass Hein seine Stadt mit der Schenkung bedacht hat, freut die Museums-Chefin natürlich. „Er ist Ehrenbürger, er schreibt über diese Stadt, hat Beziehungen hierher.“ Damit erfülle er gewissermaßen die Funktion eines Chronisten. „Das könnte ich mir als ein Thema der Dauerausstellung durchaus vorstellen“, so Steuer. Für die Stadt sei das schon etwas Besonderes. Über das Wie gebe es noch keine Klarheit. Nur das Buch auszustellen, bringe wenig, es gehe darum, Wirken und Leben für den Besucher nachvollziehbar einzuordnen und darzustellen.

Dass das Wirken Christoph Heins in Bad Dübens Museum eine Rolle spielen soll, sieht auch Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) so. Das künftige Konzept des Hauses auf der Burg stehe im Mittelpunkt eines Gespräches mit Yvette Steuer im nächsten Monat und dann werde es auch darum gehen. Münster selbst hatte erst am Donnerstag Gelegenheit, den Ehrenbürger wiederzutreffen. Hein war Gast der LVZ-Autorenarena auf der Leipziger Buchmesse, wo er seinen neuen Roman „Glückskind mit Vater“ vorstellte.

Von Kathrin Kabelitz

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