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Das Meilenmoped war schuld

Das Meilenmoped war schuld

Zum 35. mal startete am Sonntag der Bad Dübener Heidelauf. Ein Jubiläum, das von den Organisatoren des SV Bad Düben nicht groß gefeiert wurde. Nur der Mitbegründer der Bad Dübener der Laufbewegung, Karl-Heinz Emmrich, dachte mit etwas Wehmut an die Anfangsjahre zurück.

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Der SV Bad Düben lud zum 35. Heidelauf in die Kurstadt ein.

Bad Düben. Alles begann mit dem Meilen-Moped. Das gewann Emmrich bei einer Meilentombola 1974 in Berlin, als die Laufbewegung im Land Fahrt aufnahm.

Auch in der Kurstadt wurde damals gelaufen. Und zwar jeden Sonntag durch den Kurpark. Da kamen mitunter bis zu 500 schwitzende Läufer zusammen. Auf Dauer zuviel für den Park und die Organisatoren eröffneten in der Hammermühle das Laufzentrum wo fortan regelmäßig gestartet wurde. Auch der Heidelauf fand hier seine Gründung. Im März 1979 fand die Premiere statt. Im September des selben Jahres folgte schon die zweite Auflage. Nur einmal sagte man die Veranstaltung ab. 2002 wegen der Hochwasserflut. "Das waren schöne Jahre. Mitunter waren bis zu 3000 Aktive auf den Strecken unterwegs. Solche Zahlen können wir heute nicht mehr bieten", schaute Emmrich zurück. Dennoch gab es einen kleine Aufschwung. 170 kleine und große Läufer, Walker und Wanderer gingen trotz Konkurrenzveranstaltung in Hohburg, bei optimalen Laufwetter am Obermühlenteich auf die Strecke. Mit dabei auch der Delitzscher Wolfgang Nadler. Der hatte noch schwere Beine von einem Wahnsinnsritt über den Rennsteig im Thüringer Wald. "Vor drei Wochen bin ich den nonstop gelaufen. 168 Kilometer in 27 Stunden. Ich war einer von 66 Finishern. Knapp die Hälfte stieg aus. Es war ein einmaliges Erlebnis", schwärmte der Läufer. Um seine Beine langsam wieder an Laufen zu gewöhnen zog der Delitzscher die 10 Kilometer statt der 25 Kilometerrunde vor. Gleich nachdem die Langstrecke gestartet war, hatten die Jüngsten ihren Höhepunkt.

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Bad Düben. Zum 35. mal startete am Sonntag der Bad Dübener Heidelauf. Ein Jubiläum, das von den Organisatoren des SV Bad Düben nicht groß gefeiert wurde.

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Beim Meilenlauf durch den Kurpark hatten sich 22 kleine und große Kinder angemeldet. Der Pretzscher Theo Müller war als Erster zurück und gewann die Runde in 6:46 Minuten. Spannend wurde der Zielkampf später bei den Fünf-Kilometer-Läufern. Während Sieger Enrico Holz aus Gera in 20:18 Minuten gewann, lieferten sich der Bad Dübener Lauren Schlickriede und der Pretzscher Max Kotzur einen langgezogenen Zielsprint um Platz zwei. Laurens Eltern und Geschwister standen kurz vor dem Ziel und feuerten ihren Spross lautstark an. Am Ende verpasste er nur knapp den zweiten Rang. Bei den zehn Kilometern war der Lauf eine klare Angelegenheit von Olaf Ueberschär vom LFV Oberholz bei Leipzig. Mit über drei Minuten Vorsprung lief der Oberholzer vor seiner Konkurrenz ins Ziel. Genauso souverän kam der Sieger des langen Kantens nach 1:30,20 Stunden zurück. Der Chemnitzer Benjamin Köhler lief vom Start weg ein einsames Rennen an der Spitze des 37-köpfigen Feldes. "Eine schöne Strecke ist da hier in Bad Düben. Da komme ich bestimmt nochmal wieder", freute sich der Sieger. Neben zahlreichen Walkern gingen auch eine handvoll Wanderer auf die Strecke durch den Naturpark. "Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Die neue Streckenmarkierung wurde gelobt. In Zukunft wollen wir die Zusammenarbeit mit dem Verein Museumsdorf verbessern. Und dann sind 400 Läufer wieder das Ziel unsere Anstrengungen", sagte Elke Littmann aus dem Organisationsbüro. Apropos Meilen-Moped. Das hat Karl-Heinz Emmrich immer noch. Die rot-gelbe Schwalbe wartet bei Sohn Falk auf eine Restauration. Und vielleicht schwingt sich Laufbegründer Emmrich dann irgendwann doch noch mal aufs Moped.

Steffen Brost

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