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Bad Düben Der Grundstein für Grunas neues Feuerwehrgerätehaus ist gelegt
Region Bad Düben Der Grundstein für Grunas neues Feuerwehrgerätehaus ist gelegt
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07:00 31.05.2016
Sie versenken die schmale Röhre mit Münzen und Urkunden im Fundament des neuen Gerätehauses: Kamerad Daniel Rehberg, Ex-Gemeinde-Wehrleiter Werner Bochmann und Vize-Wehrleiter Mario Möbius (von links). Quelle: Kathrin Kabelitz
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Gruna

Von der Mulde her näherten sich gestern Morgen bedrohlich wirkende Gewitterwolken Gruna. Eine eigenartige wie passende Kulisse für die Grundsteinlegung fürs neue Feuerwehr-Gerätehaus. Ereignisse wie die Fluten 2002 und 2013 waren es, die den Bewohnern des Dorfes arg zugesetzt haben und den Ersatzneubau erst notwendig machten. Die Nachrichten über die Wetterunbilden des Wochenendes und die tragischen Folgen erinnerten zudem drastisch daran, dass es immer wieder zu derartigen Ereignissen kommen kann. Doch mit Sekt und Optimismus begegneten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und Mitarbeiter der Gemeinde jeglicher Skepsis. Schließlich hat der Kampf ums neue Domizil lange gedauert. Und so bekannte Mario Möbius, Vize-Wehrleiter, denn auch: „Wir sind glücklich, dass es endlich losgeht.“

Vor vier Wochen wurde das Baufeld freigemacht. Mittlerweile liegt das Gerüst für die Bodenplatte, per Pumpe gossen Mitarbeiter der Doberschützer Firma Jespo Bau Beton für das Fundament. Werner Bochmann, bis Ende März Gemeindewehrleiter, versenkte noch schnell ein paar Euro-Münzen, einen Fluthelfer-Orden, die aktuelle Mitglieder-Liste, die derzeit die Namen von 17 Kameraden aufweist, und seine Urkunde, die er für seine Hilfe beim 2013er-Hochwasser bekommen hat, in der schmalen, grauen Röhre. Kurze Zeit später verschwand diese im Beton-Brei. Irgendwann wird vielleicht mal die Nachwelt von diesem Akt erfahren. Allerdings wenig darüber, welche Querelen dem Start vorangingen.

Baubeginn für den nach dem Hochwasser 2013 notwendig gewordenen Ersatzbau sollte eigentlich im August 2015 sein. Viel Zeit hatte zuvor die Suche nach einem geeigneten Standort gekostet. Dann lag zwar der Bescheid über die Fördermittel vor, was fehlte, war das Geld. Anfang Februar konnte Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos), der gestern dienstlich verhindert war, schließlich verkünden, dass der Weg für einen Baustart endlich frei ist.

Mit dem Neubau des 715 000 Euro teuren und zu 100 Prozent geförderten Objektes soll die Zeit des Improvisierens vorbei sein. Es sei schon schwierig für alle Kameraden gewesen, trotz aller Unwegsamkeiten die Ausbildung stetig fortzuführen. „Es war ein ewiges Hin und Her“, sagt Mario Möbius, „weil unser Auto derzeit in Laußig steht. Das muss immer erst geholt werden.“ Im Entstehen ist ein Bau, in dem unter anderem Platz für ein Löschfahrzeug, den Raum für den Wehrleiter und Umkleide-Kabinen für Männer und Frauen bietet.

Insgesamt werden 14 Lose vergeben. Bis Ende des Sommers soll das Dach aufs Gebäude, sodass im Herbst Innenausbau und technische Ausrüstung erfolgen.

Von Kathrin Kabelitz

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