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Bad Düben Der Wolf kommt in die Dübener Heide
Region Bad Düben Der Wolf kommt in die Dübener Heide
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15:27 31.08.2010
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. Dass die eigentlich für Brandenburg konzipierte Ausstellung ausgerechnet in der Dübener Heide gezeigt wird, ist kein Zufall. Naturexperten gehen fest davon aus, dass sich Wölfe auch hier wieder ansiedeln werden.

Tierpräparate, Schautafeln, Banner und Info-Säulen: Zwei Transporter rollen gestern Morgen aus dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft nach Schwemsal und bringen die Exponate für die Sonderausstellung zum Thema Wolf. Axel Mitzka, der Vorsitzende des Vereins Dübener Heide, hat sie schon in Bad Liebenwerda im Kreismuseum gesehen und war „fasziniert, wie wertfrei sie sich mit dem Wolf auseinandersetzt", sagt er. Der Naturfreund weiß um die Brisanz des Themas. Und deshalb holten er und Gottfried Weihe vom Verein Miteinander leben und lernen Sachsen-Anhalt die Ausstellung auch in die Region. Denn mittlerweile gehen immer häufiger in den Naturparkbüros in Pressel und Tornau Anrufe ein. Die einen wollen den Wolf schon gesehen haben, die anderen fragen nach, ob es ihn schon gibt. Doch beides kann Mitzka weder bestätigen, noch dementieren. „Was wir hundertprozentig wissen, ist die Tatsache, dass der Wolf schon einmal unsere Naturparkregion gestreift haben muss auf dem Weg weiter westwärts. Alles andere ist Spekulation."

Woanders schlagen die Wogen derweil längst hoch, wenn es um den Wolf geht. Vor allem die Lausitz, wo ein Ansiedlungsprojekt läuft, gerät hin und wieder in die Schlagzeilen. In der Bad Liebenwerdaer Ecke, wo Ralf Uschner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des dortigen Kreismuseums herstammt, sei der Informationsbedarf groß. „Die Ausstellung wurde bei uns gut angenommen", erzählt er. Erstaunlicherweise seien vor allem Familien mit Kindern gekommen.

„Der Wolf polarisiert", weiß auch Mitzka. Kaum ein Tiere würde so gegensätzliche Emotionen und Meinungen hervorrufen. Das kann auch Uschner bestätigen: „Ein gewisses Misstrauen ist da, aber die Neugierde überwiegt am Ende."

Die Sonderausstellung, die bis Ende November in Schwemsal zu sehen ist und zwischendurch mit Thementagen ergänzt wird (siehe Service-Kasten rechts), zeigt, welche Rolle der Wolf in der Mythologie gespielt hat. Sie schildert die Zeit der Ausrottung des Tieres und stellt die aktuelle Situation mit all ihren Herausforderungen dar. Außerdem kann man per Tastendruck den Wolf heulen lassen.

„Wer am Sonntag nicht Gelegenheit hat, vorbeizuschauen, kann auch gern wochentags zu unseren Öffnungszeiten kommen", ergänzt Weihe. Die Gutsscheune hat täglich von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.

Termine:

Neben der Ausstellung finden Thementage in der Gutsscheune statt.

Am 19. September gastiert Schauspielerin Barbara Geiger mit „Frl. Brehms Tierleben". Los geht es um 15 Uhr. Der Eintritt beträgt ein Euro.

Am 10. Oktober wird ein Vortrag von Utz Anhalt zum Thema Werwölfe gehalten. Beginn ist um 17 Uhr, Eintritt: ein Euro.

Am 12. und am 19. Oktober findet jeweils ab 9.30 Uhr ein Ferienprogramm unter dem Motto „Der Wolf in der Gutsscheune" statt.

Über „Wölfe in Deutschland" referiert Janine Meißner am 5. November ab 19 Uhr. Eintritt: ein Euro.

Und schließlich wird der Heidemnönch Roland Gempe am 14. November „Wolfsgeschichten für Familien" präsentieren.

Nico Fliegner

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